Archiv für Wahlkampf

Irgendwas mit Wurst [Update]

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , on 22. Mai 2014 by arnarscho

Jetzt muss ich doch auch noch auf den medialen Hype aufspringen und präsentiere hier den bisher geistreichsten Beitrag zum kommenden European Wrong Contest:

die_partei_wurst

Quelle

[Nachtrag]

In der WirtschaftsWoche (!) gibt es sogar eine Wahlempfehlung: das Beste, was der EU passieren kann.

Wieso Merkozy die Wahl verlieren wird

Posted in Politik with tags , , , on 5. März 2012 by arnarscho

Entgegen allen internationalen Gepflogenheiten, und als hätte sie nicht schon genug Porzellan zerschlagen, mischt sich Merkel jetzt auch noch in die französische Innenpolitik ein, indem sie Sarkozys Wahlkampf unterstützt.
Wenn Sarkozy wüsste, auf was er sich da einlässt, würde er auf diese Hilfe dankend verzichten.

Alles, was diese Frau anfasst, wird nämlich zu Scheiße.
Angefangen von der geplanten Laufzeitverlängerung der AKW’s (Scheiße für die Atomkonzerne), bis hin zu der vollkommen planlos durchgeführten Energiewende (diese Scheiße wird uns noch auf die Füße fallen).

Aber ihr größter Haufen ist immer noch die Euro-Rettung. In nur zwei Jahren hat sie es geschafft, 60 Jahre deutscher Außenpolitik zunichte zu machen.
Bravo, wir sind wieder die Nazis und es werden wieder deutsche Fahnen verbrannt. Dank dieser Kanzlerin ist die Europäische Union so zerrissen und zerstritten wie noch nie in ihrer Geschichte.
Und stirbt Europa, dann stirbt auch der Euro, so lautet nämlich der Kausalzusammenhang richtig, den sie immer wieder falsch darstellt.

Und nun auch noch die Einmischung in die französische Innenpolitik. Aber mit Wahlkampfhilfe kennt sie sich ja bestens aus, das ging sowohl in Nordrhein-Westfalen, als auch in Baden-Württemberg kräftig in die Hose, bzw. in den Hosenanzug.
Ein ähnlich glückliches Händchen bewies sie auch mit ihren beiden Präsidentschaftskandidaten, auch hier griff sie schon zweimal in die Kloschüssel.

Warum es dann also nicht noch ein drittes Mal versuchen?

Wutbürger sind alternativlos

Posted in Gesellschaft, Politik with tags on 20. Januar 2011 by arnarscho

Zumindest, wenn man Wahlen gewinnen will.
Deshalb ist plötzlich auch die CDU in Baden-Württemberg eine Dagegen-Partei. Gegen „eines der wichtigsten Schienenprojekte des Bundes“ (Ramsauer-Sprech). Alternativlos, sozusagen.
Nein, nicht S21, sondern der weitere Ausbau der Rheintalbahn bis zu den Wahlen. Der Antrag der Bahn wurde angeblich wegen Planungsfehlern (als hätte das schon jemals jemanden gestört) nicht genehmigt.

Zudem seien die Interessen der Anwohner nicht ausreichend gewichtet worden.

Als hätten die schon jemals jemanden interessiert. Aber vor Wahlen sind sie halt stärker zu wichten, damit die Wutbürger am Wahltag nicht alternativlos sind.
Denn die auf solchen Beschiss nicht reinfallen, stehen am Wahltag echt alternativlos da.

FDP kämpft weiter

Posted in Politik with tags on 14. Januar 2011 by arnarscho

Die 3% in den Meinungsumfragen reichen der FDP noch nicht, sie will weiterkämpfen.
Lindner orakelt:

Ich sage voraus: Es wird in diesem Superwahljahr für die FDP Überraschungen geben. Dafür kämpfen wir.

Kurze Überschlagsrechnung: minus 12% in 15 Monaten, da könnten sie bis zu den nächsten Wahlen Ende März bei 0,6% landen. Das wäre eine echte Überraschung.
Jawoll, dafür lohnt es sich zu kämpfen. Weiter so!

Merkel, die schlechteste Europäerin

Posted in Politik, Wirtschaft with tags , , , on 6. Mai 2010 by arnarscho

Sie soll es in ihrer Regierungserklärung selber zugegeben haben:

Ein guter Europäer sei vor allem der, der die Stabilität der Euro-Zone nicht gefährde.

Als damals der Euro eingeführt wurde, hat man uns erklärt, dass mit solch einer starken Währung im Rücken Spekulationen gegen einzelne Länder nicht mehr möglich seien, was ja auch plausibel klingt. Dass die starke Währung aber Rückenschmerzen bekommt, wenn in Deutschland Wahlkampf ist – also fast immer -, hat man uns nicht erklärt.

In einem Anfall von Ehrlichkeit hat Merkel jetzt endlich eingestanden, uns belogen und zu lange wahlkampftaktisch manövriert zu haben:

Zu lange seien Probleme nicht direkt beim Namen genannt und nicht konsequent angegangen worden.

Ja, das hätte sie nicht gedacht, dass im Zeitalter der Globalisierung ihre für deutsche Stammtische gedachten Reden auch an der Wall Street gehört und sogar ernstgenommen werden.
Aber damit, sich in deutsche Wahlkämpfe einzumischen, hat die Wall Street eindeutig übertrieben und wird jetzt von der eisernen Kanzlerin zurechtgestutzt:

Das Primat der Politik gegenüber den Finanzmärkten muss wieder hergestellt werden.

Zocker aller Länder, habt ihr gehört? Politik geht vor. Zockereien in Zukunft doch bitte erst nach dem Wahlkampf.

Finanzkrise für Dummies (Teil 5)

Posted in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft with tags , , , on 1. Mai 2010 by arnarscho

In der heutigen Folge basteln wir uns eine Finanzkrise.
Aus dem Rezeptbuch der Madame Non.

Zutaten:

  1. Ein kleines Land am Rande der EU, das für seine kreative Finanzmathematik bekannt ist und deshalb fürchtet, sich demnächst kein Geld mehr an den Finanzmärkten besorgen zu können. In der Not wendet es sich an seine „Freunde“.
  2. Eine größenwahnsinnige Kanzlerin (GröKaz), die ihre wirtschaftliche Kompetenz vor allem aus der BILD bezieht, dem Fachmagazin des deutschen Deppen, und die keine Skrupel hat, für eine Handvoll Wählerstimmen ganz Europa in den Abgrund zu ziehen.

Vorbereitung:

Weil gerade Wahlkampf ist, verspricht die GröKaz: anstrengungslosen Wohlstand und spätgriechische Dekadenz wird es mit uns nicht geben!

Dabei war das Problem ursprünglich noch überschaubar: bevor der IWF eingeschaltet wurde, wären wir mit ca. 12 Mrd. dabeigewesen. Die KfW hätte einen Kredit zu 2% Zinsen aufgenommen und für 5% an Griechenland weitergereicht, netto also 3% Gewinn ohne groß etwas dafür zu tun. Aber das wäre anstrengungsloser Wohlstand auf Kosten der Griechen, die die 3% bezahlen müssten. Dieses Risiko kann man dem deutschen Deppen nicht zumuten!

Deshalb befasst sich die GröKaz mit solch kleinen Problemen erst gar nicht mehr. Das ist nicht wahlkampftauglich, dazu bedarf es schon einer mittleren Finanzkrise.

Zubereitung:

Zunächst muss man die bis dahin lokale Krise international ins Rampenlicht rücken, indem man z.B. den IWF einschaltet. Das assoziiert schon mal „Staatsbankrott“. Außerdem signalisiert man damit: schaut her, der Euro-Verbund ist noch nicht mal in der Lage, solche Randprobleme selber zu lösen. Die Spekulanten spitzen die Ohren.

Dann mache man möglichst keine klare Aussagen – eine Spezialität der GröKaz -, knüpfe die Kreditzahlungen an nicht näher spezifizierte Bedingungen, und trage damit den Wahlkampf in die Finanzmärkte. Die Spekulanten spitzen die Griffel.

Hilfreich sind auch solche Forderungen, wie Griechenland aus dem Euro-Raum zu werfen. Das weckt enorm das Vertrauen in den Euro. Vor allem das der Zocker, die auf dessen Untergang wetten.

Den Rest kann man den „Selbstheilungskräften“ des Marktes überlassen, und voilà, schon haben wir den Salat.

Bravo, Guido!

Posted in Politik with tags on 15. April 2010 by arnarscho

Von Guido hat man schon lange nichts mehr gehört, er ist nämlich verzweifelt: er hätte gern ein Kind, aber irgendwie klappt das nicht.

In seiner größten Not hat er sich deshalb an die bundesweit anerkannte Autorität für spätpubertäre Lebensfragen gewandt: Dr. Sommer.

Der konnte helfen, wie man sieht:

Jetzt weiß er, wie's geht

Photo: Bernd Jaworek

Die FTD berichtet ausführlich.

Ich finde das voll krass cool für einen Außenminister.
So wie wir über Sarkozy und Berlusconi lachen, können die Ausländer jetzt auch mal über deutsche Politiker lachen. Das ist ein Novum in der deutschen Geschichte, deren im Ausland wahrgenommenen Politiker eher als gar nicht lustig bekannt sind.

Deshalb: Bravo, Guido, für mehr Völkerverständigung!