Archiv für Urheberrecht

Schrecklich: Bayern veröffentlicht „Mein Kampf“

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , on 25. April 2012 by arnarscho

Nachdem ich grade meinen Artikel über die Piraten und die NSDAP geschrieben habe, lese ich im SPON, dass Bayern jetzt tatsächlich plant, eine kommentierte Ausgabe von „Mein Kampf“ herauszugeben. Darüber regt sich natürlich keiner auf, außer mir. Sie machen das nämlich auch nur, weil ihre Urheberrechte 70 Jahre nach Tod des Künstlers, also Ende 2015 ablaufen.

Ja, Bayern hat das Vermögen Hitlers geerbt, eine Tatsache, die sich nur schwerlich leugnen lässt.

Dass sie aber erst jetzt, und nicht schon vor 60 Jahren, ein Schulbuch herausbringen wollen, verwundert schon.
Ich wollte das Werk (unkommentierte Originalausgabe) auch mal lesen, bin aber bereits nach wenigen Seiten gescheitert, weil ich mir diesen geistigen Dünnschiss nicht mehr antun konnte. Das war schlimmer als 1000 Piraten im Vollsuff.

Und so frage ich mich natürlich, warum dieses entlarvende Werk nach Kriegsende nicht mehr veröffentlicht wurde.
Und wie es überhaupt sein kann, dass ein solches Buch von einem, der die ganze Welt ins Verderben gestürzt hat, der Öffentlichkeit vorenthalten werden kann.
Es handelt sich dabei schließlich um ein Zeugnis der Weltgeschichte, wenn auch nicht gerade des schönsten Kapitels.

Auch aus solchen Gründen ist die Reform des Urheberrechts dringend notwendig.
Und mehr Ehrlichkeit im Umgang mit der Geschichte sowieso.

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Die Lichtgestalt ein Blender?

Posted in Politik with tags , on 16. Februar 2011 by arnarscho

Hä, hä, Doktor spielen kann er auch nicht richtig, unser Herr vuzG. Zum Teil ganze Seiten seiner Doktorarbeit zusammenkopiert, ohne Quellenangabe. Als Jura-Doktorand, passt doch.
Passt auf jeden Fall in mein Weltbild. Viel Fassade und Pomade, wenig Substanz. Der Probleme löst, indem er energisch und entschlossen jeden suspendiert, der ihm gerade in die mediale Quere kommt.

Dieser Problemlösungsansatz wird ihm diesmal jedoch nicht weiterhelfen, weil er die Arbeit ja angeblich selber geschrieben hat.

Und ausgerechnet FAZ und SZ hat er kopiert. Ob die jetzt gegen ihn genauso rigoros vorgehen wie gegen commentarist.de, die es gewagt hatten, einen Link mit einem kurzen Textanriss zu setzen?
Mal gespannt, denn immerhin hatte Commentarist ja wenigstens korrekt zitiert.

Aber wir wollen mal nicht vorverurteilen und der Verteidigung Gehör schenken, dass es sich hier um eine linke Kampagne handelt und das Zitieren einfach nur vergessen wurde.
Dann wäre er kein Blender, sondern ein Schlamper, auch das passt in mein Weltbild, wenn ich mir die Zustände in seiner Truppe so anschaue.

[Nachtrag]
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
Guttenbergs Staatssekretär Christian Schmidt (CSU) gehört zweifellos nicht dazu. Für ihn ist das Ganze eine „kommunistische Ypsilanti-Initiative“. Die Kommunisten haben also die Gänsefüßchen geklaut!
Popcorn!

[Noch einer]
Im GuttenPlag-Wiki haben die kommunistischen GuttenPlage-Hasser jetzt innerhalb eines(!) Tages ca. 50 kopierte Stellen zusammengetragen. Das ist dann aber schon Schlamperei im gehobenen Stil, wie man es von heruntergekommenem Landadel auch nicht anders erwartet hätte.
Wir empfehlen deshalb: Ctrl-X.

[Das Letzte]
Wie soeben getwittert wurde, plant vuzG nach dem großen Erfolg seiner Doktorarbeit, nun noch einen Bestseller zu schreiben.
Titel: Deutschland schreibt sich ab.

Internetsperren ad ACTA

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , , , on 5. November 2009 by arnarscho

Hurra, unsere Regierung ist jetzt fein raus.
Das stümperhafte Zensursulagesetz kann sie getrost vergessen. Übrigens, hat Köhler das überhaupt schon unterschrieben? Braucht er nicht mehr.
Und auch Sarkozy kann sein Hadopi getrost zu den Akten legen.

Denn jetzt kommt ACTA, das weltweite Gesetz der amerikanischen Entertainment- und Rechteentwendungsmafia, über uns. Und keine Regierung kann etwas dagegen tun, sind ja schließlich „multilaterale Handelsabkommen“, oh, wie praktisch!

Für einen angemessenen Interessenausgleich ist bei diesem streng geheimen Abkommen selbstverständlich gesorgt:

Bislang durften nur 42 US-Unternehmen wie Google, Verzion, Time Warner oder die Business Software Alliance in einer Konsultation des Office of the United State Trade Representative Stellung beziehen.

Dem Bürger werden die neuen Gesetze zum Web 4.0 dann rechtzeitig – nach Inkrafttreten – mitgeteilt.

Pirate Bay – ab in den Bunker

Posted in Gesellschaft, Musik with tags , , on 8. Oktober 2009 by arnarscho

Was sich viele wünschten, hat The Pirate Bay jetzt gemacht und ist in einen ehemaligen Nato-Bunker umgezogen.
Selbst wenn die Musikindustrie einen Atomkrieg anzettelte, hätte sie keine Chance mehr.

Zensiert! Das! Netz!

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , , , on 1. Oktober 2009 by arnarscho

Diese brutalen Videos, in denen man sieht, wie akkreditierte Kamerateams von Sicherheitskräften aus dem EU-Parlament geschmissen werden, weil sie harmlose EU-Parlamentarier bei der Abzocke unserer Steuergelder filmten, gehören aus dem Netz verbannt.
Hier wird schamlos gezeigt, wie eine demokratische Institution – die Presse – vergewaltigt wird.

So sieht also Pressefreiheit in der EU aus?
Dieser jugendgefährdende Schund muss aus dem Netz verschwinden!

Es ist erschreckend, dass das in Deutschland tatsächlich schon Realität ist.

Sackstark hat einige Links gesammelt, in denen dieses Video aufgrund von Urheberrechtsbeschränkungen in deinem Land nicht verfügbar ist.
Dort finden sich auch Links auf Seiten in anderen Ländern, in denen das Löschen nicht so einfach möglich ist – nur für den Fall, dass das obige Video in deinem freiheitlichen Land nicht mehr verfügbar sein sollte.

Mit Urheberrechten gegen Rechte

Posted in Gesellschaft, Musik with tags on 25. September 2009 by arnarscho

Hähähä!

Jetzt haben sich die rechten Dumpfbacken doch glatt mit der Musik-Mafia angelegt, indem sie auf ihrer „beliebten“ Schulhof-CD ein urheberrechtlich geschütztes Werk verunstaltet haben.

Da man bei einer Auflage von 25.000 Stück schon von gewerbsmäßigem Handeln reden kann, wäre hier doch mal die Höchststrafe auf Raubkopien von drei Jahren nebst Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe gerechtfertigt.

Three strikes – tausende Musiker schlagen zurück

Posted in Gesellschaft, Musik with tags , on 9. September 2009 by arnarscho

Frischen Wind erhält in Großbritannien die Debatte um die Three-strikes-Regelung, gemäß der vom Netz ausgeschlossen werden soll, wer dreimal beim Filesharing erwischt wird.
Endlich – kann man da nur sagen – haben die Musiker, darunter auch Sir Elton John und Sir Paul McCartney, erkannt, dass solch drakonische Maßnahmen geschäftsschädigend für sie sind.

Mehrere tausend Musiker, Songschreiber, Produzenten, die Lobbygruppen Featured Artists Coalition, die British Academy of Songwriters, Composers and Authors und der Music Producers Guild unterschrieben das Statement – und wagen damit den direkten Widerspruch zu ihren Plattenfirmen, die sich für die Netzsperren für Filesharer nach drei Warnungen aussprachen.

Im Gegensatz zur Musikindustrie haben die Künstler wohl erkannt, dass, wer kein Internet mehr hat, dort auch keine Musik mehr kaufen kann, mal ganz abgesehen von dem Image schädigenden Flächenbrand, der entstehen kann, wenn man seine Kunden wie Verbrecher behandelt.