Archiv für Quantitätsjournalismus

Bilderberg Dir Deine Meinung

Posted in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft with tags , , , , on 11. Juni 2016 by arnarscho

Die Bilderberger, die derzeit in Dresden tagen, werden in der Presse – so sie denn überhaupt erwähnt werden – im Allgemeinen als ein Privatclub vorwiegend älterer Herren dargestellt, die sich halt einmal im Jahr zum Kaffeeklatsch und Gedankenaustausch treffen und dazu auch gerne Politiker/innen einladen.
Nicht weiter der Rede wert, weshalb sie auch nur am Rande erwähnt werden, so die offizielle Begründung.
Wirkliche Macht üben die nicht aus.

Nun, hier hat sich mal jemand die Mühe gemacht, die Beziehungen allein der Kerngruppe der Bilderberger darzustellen:

Die Bilderberg-Connection

Die Bilderberg-Connection

Selbst wenn die Bilderberger keine Verschwörung sein sollten, so setzen sie doch durch ihre rigiden Abschottungsmaßnahmen alles daran, als solche zu erscheinen, hat mal sinngemäß jemand geschrieben. (*)

Man kann auch davon ausgehen, dass die Kosten für diese Treffen, ein komplettes Luxushotel für vier Tage zu mieten, zwar aus der Portokasse bezahlt, am Ende durch die Ergebnisse des Treffens aber wieder mehr als hereingeholt werden.
Die Treffen „rentieren“ sich also, aus Investorensicht, sonst würden sie nicht in dieser pompösen Art veranstaltet werden.
Denn viele dieser „Privatpersonen“ werden in anderem Zusammenhang auch gerne als „Investoren“ bezeichnet; prominentes Beispiel, der Hans Dampf in allen Gassen: George Soros.

Es wäre also auch ohne Verschwörungstheorie mit Fug und Recht angebracht, die Bilderberg-Konferenzen nicht verharmlosend als private Treffen älterer Herren, sondern als strikt abgeschottete Treffen international tätiger Investoren (mit $-Blick), deren Entscheidungen Auswirkungen auf die ganze Welt haben, zu bezeichnen, was jedoch in der Form nicht geschieht, weil Journalisten zwar auch eingeladen werden, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sie nicht darüber berichten.
Und das tun sie auch fleißig.

[Nachtrag]

(*) Das war C. Gordon Tether, ehedem Journalist der Financial Times, London, siehe hier.

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