Archiv für Kernkraft

CO2-frei und Spaß dabei

Posted in Gesellschaft, Wissenschaft with tags , , on 17. April 2011 by arnarscho

Wenn wir jetzt das Restrisiko Kernkraft ausschalten, brauchen wir aber ein neues Restrisiko, sagen die aus der Industrie. Gefunden ist es auch schon längst: CCS nennt sich das, das Verklappen von Kohlendioxid unter der Erde. Hundertprozentig sicher, wie die Asse. Da können die Atomkraftgegner doch unmöglich dagegen sein, wenn sie das Klima retten wollen.
Ohne größenwahnsinnige und milliardenverschlingende Technik läuft heute halt nichts mehr in einem Hochtechnologieland.

Dabei gäbe es auch eine einfachere und billigere Art, CO2 unter die Erde zu schaffen: durch Pflanzen von Millionen von Bäumen. Auf jeder freien Fläche. Mit größeren Bürgerprotesten wäre dabei sicherlich nicht zu rechnen. Und freie Flächen, die landwirtschaftlich nicht (mehr) nutzbar sind, gibt es weltweit mehr als genug.
Sogar in der Wüste ist solch ein Projekt geplant und könnte nicht nur die weitere Wüstenbildung aufhalten, sondern längerfristig sogar für fruchtbaren Boden sorgen.
Gewiss, das dauert.

Daneben gibt es aber auch Versuche, das Abfallprodukt CO2 mit Hilfe von Bakterien wieder in Öl zu verwandeln. Das wäre dann nach dem Prinzip „Cradle to cradle“, das ich über meinen virtuellen Freund Olaf kennengelernt habe.
Mit dieser Technik wäre es geradezu unsinnig, den wertvollen Rohstoff CO2 unter der Erde zu verklappen.

Dem Restrisiko dieser Technik, das darin bestände, dass der Rohstoff irgendwann aufgebraucht ist und es gar kein Kohlendioxid mehr in der Atmosphäre gibt, könnten wir dann ganz einfach dadurch begegnen, dass wir beim Autofahren mehr Gas geben.
Das wäre noch beherrschbar.

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Die Dagegen-Regierung

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , , , on 29. März 2011 by arnarscho

Merkel schaltet die alten AKW ab, Westerwelle will keinen Krieg, und jetzt kommt auch noch Bahnchef Grube und verkündet den kompletten Bau- und Vergabestopp für S21, etwas, was nach seinem eigenen Geschwätz von letztens angeblich gar nicht möglich wäre.

Wieso das denn jetzt? Weiß der etwas, was wir noch nicht wissen, etwa die ersten Hochrechnungen des Stresstests? Ahnt er, dass er ohne tatkräftige Unterstützung eines Rambo-Ministerpräsidenten und seiner Schlägertruppen dieses Projekt nicht durchdrücken kann? Oder hat er gar Merkel beim Wort genommen, als sie die Baden-Württemberg-Wahl zur Volksabstimmung über S21 erklärte?

Jetzt ist plötzlich auch die FDP gegen Kernkraft und morgen womöglich noch gegen Steuersenkungen.
Aber gegen was soll denn der Wutbürger noch sein, mit solch einer technologie- und innovationsfeindlichen Regierung?

Gegen die Regierung?

Atommacht Grüne

Posted in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft with tags , on 28. März 2011 by arnarscho

Größter anzunehmender Umsturz: die Baden-Wütenbürger verjagen Mappus Annus (der „Einjährige“, und nicht das, was ihr jetzt schon wieder denkt, das wird nämlich nur mit einem ’n‘ geschrieben, pfui, schämt euch!) schwabenstreichartig vom sicher geglaubten Thron.
Und der Super-GAU daran: der Atomkonzern EnBW fällt in die Hände der Bolschewisten Grün-Roten.

Und die haben mit dem Atom-Ei, das ihnen Mappus Annus Locusta, die Gemeine Einjährige Heuschrecke, in’s Nest gelegt hat, jetzt erst mal ein Problem: einen Konzern, der aller Voraussicht nach sein Geld nicht mehr wert ist.
Die Ironie der Geschichte daran ist, dass die (designierte) grün-rote Regierung selber solch einen Aufkauf NIE hätte durchführen können, ohne Aufstand des BILDungsbürgertums. Planwirtschaft, Sozialismus, Bolschewismus und schließlich Untergang des Abendlandes, hatten wir ja schon öfter.

Die Grün-Roten erben von Schwarz-Gelb also etwas, was sie selber nie hätten kaufen können: einen verstaatlichten Energiekonzern. Und zwar einen, der sich aufgrund seiner Fixierung auf Atomkraft vorläufig nicht mehr verkaufen lässt.
Bessere Bedingungen, eine Energiewende einzuläuten, gibt es eigentlich nicht.

Denn wer wollte denn noch widersprechen, wenn ausgerechnet die Schwaben sagen: Wir können alles, außer Atomkraft.

Gottes Hand, Heiliger Krieg und Teufels Werk

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , , , , on 13. März 2011 by arnarscho

Merkel hat die Terrororganisation „Gottes Hand“ für die schweren Anschläge in Japan verantwortlich gemacht. Mit bisher geschätzten 11.000 Toten war dieser Anschlag 3/11 doppelt so tödlich wie jener 9/11, der bin Laden und seinem „Heiligen Krieg“ zugerechnet wird.

Dies sollte Anlass sein, eine neue sicherheitspolitsche Debatte zu eröffnen. Bekämpfen wir wirklich die richtigen Terroristen, die paar Taliban? Und lassen die fundamental-religiöse Organisation „Gottes Hand“, die ja für einige schwere Anschläge in den letzten Monaten verantwortlich war, einfach laufen?

Wir müssen umdenken und die üblichen Terrorbekämpfungsgesetze auch hier anwenden.
Sympathisanten dieser Organisation sollten nachrichtendienstlich überwacht werden und keine öffentlichen Ämter mehr übernehmen dürfen.
Der politische Arm von „Gottes Hand“, die Parteien, die sich mit dem Zusatz „christlich“ offen zu diesem Terror und der Vernichtung der Schöpfung bekennen, müssen verboten werden.

Auch Teufels Werk sollten wir dabei nicht vergessen: welcher Teufel stellt denn ein Atomkraftwerk in solch eine Gegend?
Welcher Teufel kommt denn überhaupt auf die Idee, solch gefährliche Technik einzusetzen und „Gottes Hand“ damit erst die benötigte Angriffsfläche zu bieten?
Bezeichnenderweise sind das die besten Amigos besagter christlichen Vereinigungen.

Wenn Politiker nicht mehr mitreden wollen

Posted in Politik with tags , , , on 5. November 2010 by arnarscho

Hat man sowas schon erlebt, dass Politiker erklären, nicht zuständig zu sein?
So geschehen heute im Bundesrat.

Ausgerechnet die Landesfürsten, denen sonst kein Thema banal genug ist, um sich nicht mit weit aufgerissener Klappe einzumischen, sehen sich für die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke nicht zuständig.
Originell auch die Begründung der Frau Gönner:

Dies wird durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Bundesratsbeteiligung beim Luftsicherheitsgesetz bestätigt.

Dafür wird dann sogar das Bundesverfassungsgericht zitiert, man gönnt sich ja sonst nichts. Verfassungsmäßig.

Im Berufsleben nennt man das Arbeitsverweigerung und ist ein Kündigungsgrund.

Aber was macht man in einer repräsentativen Demokratie, wenn die Repräsentanten das Volk nicht mehr repräsentieren wollen? Dann muss der Souverän das wohl souverän selber erledigen.

Die Entlagerung

Posted in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft with tags , , , on 15. September 2010 by arnarscho

Wie es aussieht, will selbst unsere bisher (noch) so gutmütige Mutter Erde unsern Atommüll auch nicht haben, schon gar nicht für ewig.

Die Asse säuft schon seit einigen Jahren ab und muss dringenst entlagert werden, was sich als schwieriger gestaltet als gedacht (wer hätte das gedacht?), weil die Buchführung nicht so genau war, wie man es sonst in Deutschland für jeden Furz gewohnt ist.
Die Flensburger Verkehrssünderkartei z.B. wird sorgfältiger geführt als das Asse-Inventar.

Und Gorleben wird abheben, wenn die Gasvorkommen unter dem Endlager selbiges entsorgen.

Aber das entscheidende Gutachten stammt vom letzten Experten, deshalb können die Anwohner sogar froh sein, dass sie vorher enteignet werden, denn Gorleben bringt verbrauchte Energie sofort zurück.

Geheimvertrag ungültig

Posted in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft with tags , , , on 10. September 2010 by arnarscho

Ich lach mich schlapp: der Geheimvertrag ist so geheim, dass er sich bei der Berechnung der von den Stromkonzernen zu zahlenden Ökoabgaben auf einen Index bezieht, den es gar nicht gibt.

Damit ist der ganze Vertrag aber hinfällig, oder ist es erlaubt, an unterzeichneten Verträgen nachträglich mit Tipp-Ex und Kuli rumzufummeln?

Es zeigt aber auch, wie sorgfältig diese Regierung Milliarden-Verträge prüft, die sie nicht versteht: die werden schon richtig sein, wenn sie von der Industrie kommen.

Das sind die Spätfolgen des Bildungsnotstands.
Solch einen Regierungs-Pfusch habe ich bisher noch nicht erlebt.
Wird daher echt Zeit, dass sich die Regierung abschafft.