Archiv für Feudalismus

Gaddafi und Gutti

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , on 26. Februar 2011 by arnarscho

Ein historischer Vergleich, inspiriert durch die Nachrichten der letzten Tage.

Zwei Männer mit Realitätsverlust klammern sich an die Macht. Der eine hat sein Volk vergewaltigt, der andere die Wissenschaft. Aber die Vergewaltigten wehren sich.
Der Revolutionsführer will den Märtyrertod sterben, das bringt er glaubwürdig rüber. Aber was will der Feldherr? Sich standesgemäß füsilieren, einsam auf seinem Großgrundbesitz inmitten fränkischer Wettertannen?
Und wer fällt schneller?

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Kein Freibrief für den Freiherrn

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , , , on 23. Februar 2011 by arnarscho

Wir unterstellen dem Lügenbaron mal, er hätte wenigstens diesmal – ausgerechnet im Wahlkampf – die Wahrheit gesagt und tatsächlich „an der einen oder anderen Stelle […] den Überblick über die Quellen verloren“ [1].
Wir geben ihm ferner Recht, dass in Afghanistan ganz andere Probleme zu lösen sind als ein paar vergessene Fußnoten.

Gerade dann kann es ein „weiter so“ aber nicht geben.

Denn, wie soll ein Minister, der noch nicht mal in der Lage ist, den Überblick über ein paar Zitate zu behalten, plötzlich fähig sein, die komplexe und wirklich unübersichtliche Lage in Afghanistan zu überschauen?
Wenn er gar vergessen hat, dass noch nicht einmal die Einleitung aus seiner Feder stammt, welche Gedächtnisabgründe werden sich da noch auftun?

Wenn er durch Familie, Abgeordnetenmandat und das Kopieren von 1,3 Seiten pro Woche (wie Die Sargnagelschmiede hier vorrechnet) so überlastet war, um ein wieviel mehrfaches muss er dann jetzt erst als Minister überlastet sein?

Der von sich behauptet, er hätte „Blödsinn“ [2] geschrieben und neuderdings nur noch über die BILD zu seinem Fußvolk redet.

Wie kann man einem derart fahrlässigen, vergesslichen und überforderten Angehörigen des Bildungsprekariats unsere Kinder anvertrauen, in Fragen, bei denen die kleinste Fehleinschätzung über Leben oder Tod entscheidet?

Entlastet diesen Minister und schickt ihn zurück in die bayrische Provinz! Oder an die afghanische Front, aber für immer.

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[1] Der Lügenbaron zu Kelkheim, den 21.2.11.
[2] Diese Aussage kann sicherlich als wahr betrachtet werden.