Archiv für Bildung

Oh, wie schön ist Kanada

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , on 17. April 2016 by arnarscho

Wer hier in Europa lebt, fragt sich zwangsläufig öfters, ob es denn eigentlich auch Politiker gibt, die irgendwie noch irgendetwas raffen.
Ja, es gibt sie, allerdings nicht in Europa, sondern in Kanada.

Justin Trudeau z.B., der kanadische Premierminister, erklärt hier auf einer Pressekonferenz innerhalb einer Minute sehr unterhaltsam den Unterschied zwischen heutigen Computern und (zukünftigen) Quantencomputern.

YouTube

Man muss weder Englisch können, noch etwas von Quantencomputern verstehen, um den kleinen, aber traurigen, Qualitätsunterschied zu erkennen:

Quelle: Focus

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Die Drachen-Kanzlerin

Posted in Politik with tags , , , on 24. Februar 2016 by arnarscho

Im Rahmen des allgemeinen Bildungsauftrags möchte ich hier mal mit einem Vorurteil aufräumen, das zwar in allen sog. Qualitätsmedien (ungeprüft) postuliert wird, dabei aber lediglich durch eine verkürzte Perspektive entstanden ist, die, obwohl offensichtlich, nie hinterfragt wird, was bezeichnend für die Qualität der sog. Qualitätsmedien ist.

Die Rede ist von der Rauten-Kanzlerin, gerne so dargestellt:

merkel-raute

Die perfekte Raute: alle Seiten gleich lang.
Tatsächlich kann sich aber jeder selbst davon überzeugen, dass Daumen und Zeigefinger, die hier die Seiten der sog. Raute bilden, unterschiedlich lang sind. Der Eindruck der Raute entsteht lediglich durch perspektivische Verzerrung.

Aus einer etwas anderen Perspektive sieht man es schon deutlicher:

merkel-drachen

Diese Figur, bei der die Seiten nur paarweise gleich lang sind, ist aber nicht als Raute, sondern als Drache bekannt.

Damit das mal geklärt wäre.

WerDieDa?

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , on 21. Dezember 2014 by arnarscho

Wenn unsere öffentlich-rechtlichen Schmuddelsender in trautem Einklang mit unserer Schmuddelpresse bestimmte Personen oder Organisationen in die Schmuddelecke stellen wollen, ist Obacht angesagt.
In die Schmuddelecke kommt nämlich jeder, der nicht systemkonform ist.

Jetzt also die Pegida-Demos.
Wo kommen die plötzlich alle her?

Wenn man sich die Bilder oder Videos der Demos anschaut, stellt man fest, dass es sich hier im wesentlichen um ganz normale Leute, also die sogenannte Mitte der Gesellschaft handelt, nicht unbedingt das Bildungsbürgertum – das ist wohl eher bei den Gegendemos zu finden -, sondern das Bildzeitungsbürgertum.
Dazu passt auch die Umfrage letztens, nach der knapp die Hälfte der Deutschen Verständnis für Pegida bekunden. Als rechte Ecke kann man das wahrlich nicht mehr bezeichnen.
Das führt zwangsläufig zu einer weiteren Feststellung, nämlich dass die Mitte der Gesellschaft, diese „Mischpoke“, bildungsmäßig mittlerweile ziemlich weit unten angelangt ist.
Das ist politisch so gewollt, behaupte ich mal. Wenn nicht vorsätzlich, dann doch zumindest grob fahrlässig.

Dass aber ausgerechnet in Dresden Demonstrationen gegen die angeblich drohende Islamisierung stattfinden, obwohl es dort kaum Ausländer gibt, muss genau diesem Umstand geschuldet sein. Denn wer Ausländer persönlich kennt, fühlt sich von denen nicht bedroht.

Und, iiih, da sind Nazis dabei! In Dresden?
Woher plötzlich diese Aufregung?
Bisher hatte damit doch nur Probleme, wer sich den regelmäßigen Naziaufmärschen dort entgegenstellte, wie z.B. der Pfarrer Lothar König.

Nein, die Nazis sind nicht das wirkliche Problem der Politik, behaupte ich mal, weil die Nazis über den Verfassungsschutz bestens in das System integriert sind und zum Teil sogar vom Steuerzahler finanziert werden.

Das wahre Problem ist diese „Mischpoke“, vollkommen unkontrollierte Bürger, die bisher nicht auf dem Radarschirm des Verfassungsschutzes aufgetaucht sind und plötzlich ganz „wirre Forderungen“ stellen, wie z.B. keine Waffenlieferungen mehr ans Ausland, und keinen Krieg mit Russland.
Oder der Rentner, der sich (zu recht!) beschwert, dass er nach 40 Jahren Arbeit in der Metallindustrie nur eine Rente auf Hartz-IV-Niveau erhält.

Das alles hat aber weniger mit Islamisierung, als eher mit Kannibalisierung unserer Gesellschaft zu tun.

Vor letzterer wurden wir aber nicht gewarnt, sondern nur vor dem islamischen Terror, der sich überall in Deutschland ausbreitet und seitdem gefühlte tausende Todesopfer gefordert hat, von Schläfern und syrischen Terror-Heimkehrern ganz zu schweigen.
Als professioneller Verschwörungstheoretiker weiß man natürlich, dass solche Warnungen nur dazu dienen, der Bevölkerung Angst einzujagen, um den Überwachungsapparat weiter ausbauen zu können, aber woher sollten Hinz und Kunz das wissen? Aus der Bildungszeitung bestimmt nicht.

Die haben das tatsächlich ernst genommen. Also das, was unsere Politiker und Medien seit Jahren so von sich geben. Und jetzt werden sie von eben denen dafür verachtet und verhöhnt. Und in die Schmuddelecke gedrängt.

Köstlich, noch ein Kilo Popcorn bitte,… wenn’s nicht zum Kotzen wäre.

Denn wenn der deutsche Michel erst mal den Schuldigen für sein Elend ausgemacht hat, droht Schlimmes, siehe Geschichtsbuch.

Was das Volk von Monopoly lernen könnte

Posted in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft with tags , , , , , , on 15. Juli 2012 by arnarscho

Oder: Wieso ein Schuldenerlass den Wohlstand aller vermehrt.

Jeder, der schon mal Monopoly gespielt hat, kennt den typischen Spielverlauf: alle starten mit gleicher Kapitalausstattung, aber am Schluss bleibt nur einer übrig, die andern gehen nach und nach bankrott.
Das Spiel ist sozusagen ein Abbild des Kapitalismus.

Es gibt ein Startkapital und in jeder Runde erhält jeder Spieler zusätzlich 2000 Euro. Das ist im Prinzip das Wirtschaftswachstum. Bei vier Spielern erhöht sich also der allgemeine Wohlstand in jeder Runde um 8000 Euro.

Nachdem dann alle Ressourcen zwischen den Spielern aufgeteilt sind, kristallisiert sich auch schnell der erste Verlierer heraus: nämlich der, der die wenigsten Ressourcen ergattern konnte.
Nachdem er ausgeschieden ist, sozusagen Hartz4 bekommt, erhöht sich der Wohlstand der restlichen Spieler nur noch um 6000 Euro pro Runde.

Man kann das Spiel jedoch auch dahingehend abändern, dass die andern Spieler dem Pleitekandidaten einen Kredit vergeben, den er dann in jeder Runde von seinem Gehalt abstottert.
Aber warum sollten sie das tun, wo doch abzusehen ist, dass er demnächst wieder pleite geht, womöglich noch bevor er seinen Kredit komplett abbezahlt hat?
Nun ganz einfach: wenn er wieder pleite geht, haben die andern Spieler ihr Geld ja auch wieder zurück, evtl. etwas anders verteilt. Und nicht nur das, sie erhalten sogar mehr zurück, weil der Spieler ja in jeder Runde den allgemeinen Wohlstand um 2000 Euro erhöht.

Die drei andern Spieler können also ihren eigenen Wohlstand allein dadurch vermehren, dass sie den Pleitekandidaten mitspielen lassen und ihm regelmäßig nicht nur seine Restschulden erlassen, sondern ihm sogar wieder einen neuen Kredit vergeben, von dem sie genau wissen, dass er nie komplett abbezahlt wird.

Diese Sichtweise ist vollkommen konträr zur egoistischen Perspektive der schwäbischen Hausfrau und nennt sich Makroökonomie.

Probleme lösen durch Kooperation, statt Konfrontation, ist zum Vorteil aller. Aber für diese simple Erkenntnis bräuchte man nicht nur andere Politiker, sondern auch ein anderes Volk.
Erstere könnte man ja noch wählen, letzteres jedoch nicht!

Der Marsch der Millionen

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , on 7. März 2011 by arnarscho

Wir müssen uns bei den 500.000 Gutti-Facebook-Fans, die mit ihrer Demo am Samstag die närrischen Tage 2011 eröffneten, herzlich bedanken, dass sie uns in die Realität zurückgeholt haben. Und natürlich bei den Jecken, die durch aktive Mitarbeit zum Erfolg dieser Veranstaltung beisteuerten, wie die Hedonistische Internationale, die die Demo in Berlin angemeldet hatte, wohl aus Furcht, sie könnte ebenso wie in Nürnberg im Sande verlaufen, weil die Spacken dort es nicht geschafft hatten, die Demo ordnungsgemäß anzumelden. Dazu muss man nämlich schreiben können.

Wenn diese Demo irgendwie repräsentativ war, bin ich ja erst mal beruhigt. So schlimm, wie das Schweiz-Magazin befürchtet, das Guttenberg bereits mit Hitler vergleicht, scheint es ja noch nicht zu sein. Man kann ja verstehen, dass unsere Nachbarn da ein bisschen hysterisch reagieren, historisch betrachtet.

Ich habe folgende statistische Schlussfolgerungen gezogen:

  • Die Lügenbaron-Freunde sind ein gesellschaftliches Randproblem. Wieso machen die eigentlich soviel Lärm?
  • Die Intelligentesten sind sie auch nicht. „Deutschlands dümmste Demo“, schreibt der Münchenblogger.
  • Wenn das die Facebook-Fans waren, die da auf die Straße gingen, besteht diese Gruppe vor allem aus bayrischen Rentnern.
  • Wenn nicht, besteht sie vor allem aus Zombies.
  • Damit dürfte diese Diskussion jetzt beendet sein.

Ein Hoch auf die Gutti-Fans. Helau!

Droht Gutti jetzt Hartz IV?

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , on 1. März 2011 by arnarscho

Jetzt hat er keinen Doktor mehr, sondern nur noch das erste Staatsexamen, so ne Art Diplom, mit dem man aber nichts anfangen kann, weil man für juristische Berufe auch das zweite Staatsexamen benötigt, wie ich in den letzten Tagen gelernt habe.
Dazu fehlt ihm aber der Grips, wie ja ebenfalls in den letzten Tagen bekannt wurde.

Auf gutt Deutsch ist Gutti also Schulabbrecher. Beruf gelernt hat er auch nicht, da wird er jetzt erst mal ein paar Qualifikationsmaßnahmen mitmachen müssen. Grundlegende Computerkenntnisse besitzt er ja immerhin schon.
Außerdem drohen ihm Integrationsmaßnahmen zur Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt. Jeden Morgen aufstehen und seinen Unterhalt durch ehrliche Arbeit verdienen, das ist hart.

Da kann man schon verstehen, dass er sich bis zuletzt an seinen Ministerstuhl geklammert hat.

[Update]
Wie soeben bekannt wurde, empfahl ihm sein Fallbearbeiter der ARGE nach Prüfung der Aktenlage, einen Copy-Shop zu eröffnen. Allerdings müsse er mehr Arbeitseinsatz zeigen. Sieben Jahre für 300 Seiten, das geht ja wohl gar nicht!

73% für den Lügenbaron

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , on 25. Februar 2011 by arnarscho

– „Schon gehört? Der Guttenberg soll einen Ghostwriter gehabt haben.“
– „Was, nur einen? Hunderte!“
 

In den Online-Umfragen schneidet er ja nicht so gut ab, dafür umso besser bei seinem Hofblatt BILD. Diese interessante Symbiose des Möchtegern-Bildungsbürgers mit einem Blatt, das in aller Öffentlichkeit und ungeniert auf den Doktortitel „scheißt“, verwundert nur auf den ersten Blick. Bei näherem Hinsehen erkennt man nämlich, dass beide für die gleichen „klaren Werte“, „Prinzipienfestigkeit und Grundsatztreue“ stehen.

Repräsentativer scheint da eine Infratest-Umfrage, derzufolge 73% der Bevölkerung mit der Arbeit des Lügenbarons zufrieden sind. Hätte man sie zusätzlich gefragt, mit welcher seiner bisherigen Leistungen sie besonders zufrieden waren, hätte man wahrscheinlich viele dumme Gesichter als Antwort erhalten.
Hier wird nämlich Öffentlichkeitsarbeit mit echter Arbeit verwechselt.

Und so siehts aus, Leute.
Wir, die Netzbewohner, haben eine vollkommen verzerrte Wahrnehmung der Wirklichkeit. Wir glauben an irgendwelche höheren Werte und kennen auch viele Gleichgesinnte, mit denen wir wohlfeile Diskussionen führen und uns daran ergötzen können.

In Wirklichkeit aber sind für fast 3/4 der Bevölkerung schöne Bilder mit Maßanzügen, Bomberjacken und Sonnenbrillen die entscheidenden Kriterien.
Willkommen in der Demokratie im 21. Jahrhundert.

Und was die Medien zur Zeit betreiben, ist reine kommunistische Hetzkampagne, alle gleichgeschaltet, querbeet.
Hier ein paar Beweise:

Kapitulation des deutschen Bürgertums, Franz Walter, SPON

Popularität und Täuschung, Tissy Bruns, Tagesspiegel

Der Doktor aus Absurdistan, Thomas Schmoll, FTD

Zwischen Palin und Käßmann, Florian Güßgen, Stern

Guttenbergs interessantes Verhältnis zur Wahrheit, Kai Biermann, Zeit

Guttenberg, das Anti-Vorbild, Sven Clausen, FTD

Kein bloßer Bagatellfall, Tanjev Schultz, SZ

Entlasssen, Berthold Kohler, FAZ

Der Dieter Bohlen der Politik, Jakob Augstein, SPON