Archive for the Wissenschaft Category

Wie die Menschheit das Klima rettet

Posted in Gesellschaft, Politik, Religion, Wissenschaft with tags on 27. Mai 2013 by arnarscho

Zur Klimadebatte habe ich mich bisher ja noch wenig geäußert. Das hängt auch damit zusammen, dass diese Debatte mittlerweile religiös-fundamentalistische Züge angenommen hat.
Deshalb musste ich zuerst mal neu sortieren. Ich habe dabei folgendes festgestellt:

Wir befinden uns erdzeitgeschichtlich betrachtet am Ende einer Einzeit, und zwar der kältesten seit 450 Mio. Jahren.
Das heißt aber, dass die durchschnittliche Betriebstemperatur der Erde über dem heutigen Niveau liegt. Während den Warmzeiten sind bekanntermaßen auch die ganzen Urwälder gewachsen, die später untergingen, von der Erde verdaut wurden und heute als Erdöl vermarktet werden.

Gleichzeitig geht gerade eine kleine Zwischenwarmzeit zu Ende, die in der Steinzeit begonnen hat und der Entwicklung der Menschheit sehr förderlich war.
Das ist kein Zufall, sondern von langer Hand geplant!

Die Aufgabe der Menschheit ist nämlich keine geringere, als diese ganzen Verdauungsprodukte wieder aus der Erde herauszuholen, sie in Form von Kohlendioxid nutzbar zu machen, damit in der folgenden Warmzeit wieder Urwälder wachsen können. Dazu brauchen sie unbedingt genügend CO2 in der Atmosphäre. Kohlenstoff ist der wichtigste Rohstoff der organischen Verbindungen!

Die Natur recycelt langfristig alles, das ist bekannt. Und das macht sie auch sehr effizient, vermittels Genmutationen.

Der Mensch ist die Krone dieser Schöpfung, auch das ist bekannt, er trägt nicht nur – wie die Bienen – Pollen von der einen Blüte zur nächsten, sondern ist für die ganz großen Umwälzungen zuständig. Dass er für diese ehrwürdige Aufgabe sogar die Aufgabe seiner eigenen Existenz in Kauf nimmt, macht diese Rasse „Mensch“ echt sympathisch.

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Chinas Produktpiraten legen US-Armee lahm

Posted in Technik, Wirtschaft with tags , on 23. Mai 2012 by arnarscho

Das kommt davon, wenn man größenwahnsinnig ist und man eine größere Armee unterhalten will, als man sich leisten kann. Wenn man Weltmacht spielen will, de facto aber schon pleite ist. Und man deshalb auf Privatisierung setzt, weil es angeblich billiger ist.
Das kann teuer werden, wie sich jetzt herausstellt: das US-Militär ist massenhaft mit gefälschter Elektronik aus China ausgestattet.
Das gefährliche daran ist, dass diese Bauteile nicht unbedingt die Anforderungen erfüllen, die an sie gestellt werden. Das merkt man dann aber erst im harten Einsatz.

Ein bisschen erinnert das an den Kalten Krieg damals, als Amerika solange aufgerüstet hat, bis Russland nicht mehr mithalten konnte und pleite ging.
Diesmal ist es halt so, dass China Amerika ausrüstet, bis es keinen Krieg mehr führen kann.

Die Chinesen lachen sich natürlich ins Fäustchen und werden sich einen Teufel darum scheren, an diesen Zuständen etwas zu ändern, sie haben schließlich genug Dollars, um sich Original-Bauteile leisten zu können.

Das iPhone und die Killer-App [2.Update]

Posted in Technik with tags , on 23. April 2011 by arnarscho

Die persönliche Vorratsdatenspeicherung (die Rechtschreibprüfung auf dem Mac kennt dieses Wort bezeichnenderweise nicht), die jeder iPhone-Besitzer mit sich herumschleppt, könnte für manchen investigativen Journalisten, der sich schon mal mit konspirativen Personen heimlich an konspirativen Orten trifft, zum ernsthaften Problem werden. Und in Ländern wie Libyen, Syrien oder anderen Demokratien sogar zum tödlichen Problem.

Leute, die ihren Standort mehrmals täglich twittern, brauchen sich jedoch keine weiteren Sorgen zu machen.
Zu diesem Schluss bin ich gekommen, nachdem ich meinen persönlichen Datenbestand mal direkt in der Datenbank durchforstet habe, etwas, was unsere Qualitätsjournalisten anscheinend bisher unterlassen haben. Ein paar interessante Details gäbe es nämlich noch zu berichten.

Etwas verdutzt war ich gleich beim ersten Datensatz, den ich per Zufall herausgegriffen hatte: er zeigte mir einen Ort, wo ich die letzten Monate gar nicht war, aber vor über einem Jahr mal ein Date hatte, was mich zunächst etwas verblüffte, weil die Speicherung ja erst mit iOS 4 begonnen haben soll. Tatsächlich handelte es sich aber um eine Fehlmessung einer ganz anderen Tour, die ich dort in der Gegend unterwegs war.
Solche Messfehler ziehen sich durch die ganze Datenbank.

Es gibt in der Datenbank zwei interessante Tabellen: CellLocation und WifiLocation. Erstere erfasst den Standort anhand der Mobilfunkzellen in der Nähe, also ohne Nutzung von GPS, und enthält Abweichungen bis zu 50km, selbst wenn die Genauigkeit zu dem Datum mit 10km angegeben ist.
Letztere erfasst den Standort durch Wifi-Hotspots und ist wesentlich akkurater, die Abweichungen betragen hier bis zu 100m, die Datenmenge ist jedoch geringer, weil sowohl Wifi, als auch Handy eingeschaltet sein müssen, was bei mir praktisch nur zuhause der Fall ist.

Ebenfalls ungenau ist der Zeitstempel. Bis zu ca. 100 Datensätze über mehrere Stunden finden sich bisweilen unter dem gleichen Zeitpunkt abgelegt, der dann aber auf die Millisekunde genau angegeben ist.

So habe ich allein in den letzten 24 Stunden, in denen ich mich definitiv zuhause (in Darmstadt) aufgehalten habe, drei aufeinanderfolgende Datensätze gefunden, die mich gleichzeitig in der Pfalz, im Taunus und im Odenwald verorten. Ich kann zeitreisen!

Außerdem fand ich monatelange Lücken in meinen Überwachungsdaten, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass ich die Ortungsdienste nur einschalte, wenn ich sie auch brauche.

Also Leute, wenn ihr fremdgeht oder auf konspirative Treffen: sowohl Ortungdienste als auch Wifi deaktivieren!
Oder Gerät jailbreaken und die Datenbank auf /dev/null umleiten, wie daMax hier beschreibt.

[Update]
Im SPON schreiben sie heute, dass sich das Tracking nicht ausschalten lässt, das Wall Street Journal hat getestet.
Ich auch seit ein paar Tagen. Auf meinem Gerät, einem 3G mit iOS 4.2.1 (Build 8C148), wird definitiv nichts gespeichert, wenn die Ortungssysteme aus sind. Und das, was gespeichert wird, ist ziemlich ungefähr.
Ich habe mir mal die Datensätze einer Radtour gestern angeschaut. Also, wenn ich die Strecke tatsächlich in der Zeit gefahren wäre, könnte ich auch die Tour de France an einem Tag schaffen.

[2.Update]
Apple hat nun endlich mal geantwortet. Es handelt sich also tatsächlich nicht um Bewegungsdaten, sondern um die Standorte der Funkmasten, bzw. W-Lan-Hotspots in der näheren oder weiteren Umgebung zum Zwecke der Positionsbestimmung ohne GPS.
Das erklärt natürlich einiges. Diese Daten kommen auch nicht vom Gerät selber, sondern werden aus der Wolke aufgrund des aktuellen Standorts geladen.
Dass manchmal Daten gespeichert werden, auch wenn die Ortungssysteme ausgeschaltet sind, sei ein Bug, der mit dem nächsten Update behoben wird. Dann soll die Datenbank sogar komplett gelöscht werden, sobald man die Ortungsdienste ausschaltet.

CO2-frei und Spaß dabei

Posted in Gesellschaft, Wissenschaft with tags , , on 17. April 2011 by arnarscho

Wenn wir jetzt das Restrisiko Kernkraft ausschalten, brauchen wir aber ein neues Restrisiko, sagen die aus der Industrie. Gefunden ist es auch schon längst: CCS nennt sich das, das Verklappen von Kohlendioxid unter der Erde. Hundertprozentig sicher, wie die Asse. Da können die Atomkraftgegner doch unmöglich dagegen sein, wenn sie das Klima retten wollen.
Ohne größenwahnsinnige und milliardenverschlingende Technik läuft heute halt nichts mehr in einem Hochtechnologieland.

Dabei gäbe es auch eine einfachere und billigere Art, CO2 unter die Erde zu schaffen: durch Pflanzen von Millionen von Bäumen. Auf jeder freien Fläche. Mit größeren Bürgerprotesten wäre dabei sicherlich nicht zu rechnen. Und freie Flächen, die landwirtschaftlich nicht (mehr) nutzbar sind, gibt es weltweit mehr als genug.
Sogar in der Wüste ist solch ein Projekt geplant und könnte nicht nur die weitere Wüstenbildung aufhalten, sondern längerfristig sogar für fruchtbaren Boden sorgen.
Gewiss, das dauert.

Daneben gibt es aber auch Versuche, das Abfallprodukt CO2 mit Hilfe von Bakterien wieder in Öl zu verwandeln. Das wäre dann nach dem Prinzip „Cradle to cradle“, das ich über meinen virtuellen Freund Olaf kennengelernt habe.
Mit dieser Technik wäre es geradezu unsinnig, den wertvollen Rohstoff CO2 unter der Erde zu verklappen.

Dem Restrisiko dieser Technik, das darin bestände, dass der Rohstoff irgendwann aufgebraucht ist und es gar kein Kohlendioxid mehr in der Atmosphäre gibt, könnten wir dann ganz einfach dadurch begegnen, dass wir beim Autofahren mehr Gas geben.
Das wäre noch beherrschbar.

Deutschland wird vergast

Posted in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft with tags , , , on 16. Februar 2011 by arnarscho

Demokratie ™ ist in deinem Land aufgrund des Urheberschutzgesetzes leider nicht mehr verfügbar.

Diese Erfahrung musste Greenpeace machen, als sie von der Bundesanstalt für Geowissenschaften die möglichen Standorte für CO2-Endlager erfahren wollte.
Eine Excel-Tabelle mit geographischen Koordinaten, deren Erstellung der Steuerzahler finanziert hat, ist vor selbigem urheberrechtlich geschützt.
Wär ja noch schöner, wenn hier jeder wüsste, ob er demnächst vergast wird. Haben wir früher auch nicht so gehandhabt.
Und zwarrr mit Errrfolg!

Es geht um CCS (Carbon Capture and Storage), also das unterirdische Verpressen von überflüssigem CO2. Vollkommen unbedenklich und gut für das Klima.

Wir haben nämlich ein Problem: Kohlekraftwerke sind nicht sehr effizient und produzieren neben Strom ziemlich viel Abgase, die als nicht mehr so chic angesehen sind.
Aber deshalb gleich die Kohlekraftwerke abschalten, ist wirtschaftlich nicht sinnvoll. Da ist die Idee, das dabei entstehende CO2 unter der Erde endzulagern, ja geradezu genial.
Dreck weg, Strom sauber. Wie Atomstrom.

Dass dazu ein ungeheuerer Aufwand notwendig ist und tausende Kilometer Gasleitungen kreuz und quer durch Deutschland verlegt werden müssen, ist wiederum gut für den Wirtschaftsstandort und die Arbeitsplätze. Außerdem könnte das ein Exportschlager werden: Vergasen made in Germany. Welcher Diktator greift da nicht gleich zu, gerade in unruhigen Zeiten?

Gewiss, das Verpressen von CO2 unter der Erde erfordert ziemlich viel Energie, aber weniger, als ein Kohlekraftwerk produziert. D.h. wir graben die Kohle aus der Erde und verbrennen sie, damit wir die Energie gewinnen können, um die dabei entstehenden Abgase wieder unter die Erde zu schaffen.
Na, wenn das mal keine vorbildliche Recyclingwirtschaft ist. Und es bleibt sogar noch eine Restmenge an Strom übrig.
Ob das wirklich wirtschaftlich sinnvoll ist? Aber sicher, die ganzen Kosten für das bisschen Strom zahlt doch der Verbraucher.
Und weil er die im Voraus bezahlt, ensteht auch kein wirtschaftlicher Schaden, wenn er im Nachhinein vergast wird.

Seltsame Erde

Posted in Wirtschaft, Wissenschaft with tags on 23. Oktober 2010 by arnarscho

BDI-Chef Schnappauf (CSU), bisher eher als Vertreter der reinen Marktwirtschaft und für Gammelfleisch bekannt, wird plötzlich Kommunist und fordert ein weltweites Konzept, aber nur für Stoffe, die wir selber nicht haben: die sogenannten Seltenen Erden. Die kommen nämlich zu 97% aus China, von den Kommunisten, die als Monopolisten an diesen raren Rohstoffen ihrerseits die Marktwirtschaft entdeckt haben: wenn man das Angebot verknappt, kann man die Preise in ungeahnte Höhen treiben.

Damit verhindern sie außerdem, dass diese zukunftsträchtigen Elemente innerhalb der nächsten paar Jahre komplett für Handys und Flachbildschirme verbraucht werden.
Das nennt man dann wiederum Planwirtschft, die bei Genosse Schnappauf allerdings für heftigen Schluckauf sorgt, weil sein Konzept vorsieht, alle Rohstoffe, die ihm nicht gehören, möglichst schnell und renditestark in Geld umzuwandeln, solange er noch lebt.

Die Straße der Ölsardinen

Posted in Umwelt, Wirtschaft, Wissenschaft with tags on 16. September 2010 by arnarscho

Jetzt günstig fischen im Golf von Mexiko:

Gefunden bei Radio Utopie.