Archive for the Wirtschaft Category

Gewaltlose Ausschreitungen gegen TTIP/CETA in Frankfurt

Posted in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft with tags , , , , , , , , , , , on 18. September 2016 by arnarscho

Nachdem die Konzernpresse die landesweiten Demonstrationen gegen TTIP und CETA komplett „vergessen“ hat, muss Arnos Schwatzer Block mal wieder in die Bresche springen.
Unser rasender Reporter hat sich gestern in Frankfurt umgesehen.

Worum ging es eigentlich?
Hier wird TTIP mal einfach erklärt:
ttipcetaffm_01_ttip

Und auch die Kehrseite, CETA:
ttipcetaffm_02_ceta

Kurz gesagt, geht es um CASH:
ttipcetaffm_03_cash

Kann auch gerne in Euro ausgezahlt werden, solange es ihn noch gibt.
ttipcetaffm_04_euro

Dann enterten Piraten das Bankenviertel mit einer neuen Geldordnung,
ttipcetaffm_05_piraten

gefolgt von linken Marxisten
ttipcetaffm_06_linke

und sogar echten Sozialisten mit Hammer und Sichel. Wenn da mal nicht Putin hinter steckt.
ttipcetaffm_07_sozis

Schließlich ist Europa auf einem guten Weg.
ttipcetaffm_08_europa

Wahnwitzige Forderungen wurden aufgestellt
ttipcetaffm_09_enteignung

und die Deutsche Bank attac-iert,
ttipcetaffm_10_attac

woraufhin ein Banken-Run ungeheuren Ausmaßes einsetzte.
ttipcetaffm_11_bunkrun

Der BND-Street-View-Service hatte die Lage jedoch bestens im Blick.
ttipcetaffm_12_streetview

Der randalierende Mob versammelte sich schließlich vor der Alten Oper.
ttipcetaffm_13_alteoper

Die Logen-Plätze waren eher dünn besetzt,
ttipcetaffm_14_loge

was wahrscheinlich einem mangelnden Interesse an gewissen Werten geschuldet ist.
ttipcetaffm_15_werte

Oder, in der Sprache, die sogar Gabriel versteht:
ttipcetaffm_16_fuck

Die Stimmung eskalierte, als ein populärer linker Hetzer die Bühne betrat
ttipcetaffm_17_urban

und das Volk so richtig aufheizte.
ttipcetaffm_18_priol

Bedrohlicher Qualm stieg im Bankenviertel auf,
ttipcetaffm_19_rauch

das Merkel-Regime musste Bodentruppen entsenden, zur Verteidigung von Demokratie und Freiheit, wissen schon,
ttipcetaffm_20_truppen

während Helikopter die Bankentürme bewachten und Fassbomben auf die schutzlosen Demonstranten warfen.
ttipcetaffm_21_helikopter

Am Schluss war die ganze Innenstadt komplett verwüstet.
Bilder, wie man sie sonst nur aus Aleppo kennt.
ttipcetaffm_22_ruine

Ein einsamer Bürger steht vor den Ruinen seines Hauses:
ttipcetaffm_23_bewohner

Jetzt ist die internationale Wertegemeinschaft gefordert: der inkompetenten Vettern-Wirtschaft des verbrecherischen Merkel-Regimes und ihrer korrupten Günstlinge aus Politik und Wirtschaft, die sich schamlos auf Kosten der Bevölkerung bereichern und für Millionen Tote in aller Welt nur Verachtung übrig haben, muss ein sofortiges Ende bereitet werden!
Merkel muss weg! Und alle andern auch!

Bilderberg Dir Deine Meinung

Posted in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft with tags , , , , on 11. Juni 2016 by arnarscho

Die Bilderberger, die derzeit in Dresden tagen, werden in der Presse – so sie denn überhaupt erwähnt werden – im Allgemeinen als ein Privatclub vorwiegend älterer Herren dargestellt, die sich halt einmal im Jahr zum Kaffeeklatsch und Gedankenaustausch treffen und dazu auch gerne Politiker/innen einladen.
Nicht weiter der Rede wert, weshalb sie auch nur am Rande erwähnt werden, so die offizielle Begründung.
Wirkliche Macht üben die nicht aus.

Nun, hier hat sich mal jemand die Mühe gemacht, die Beziehungen allein der Kerngruppe der Bilderberger darzustellen:

Die Bilderberg-Connection

Die Bilderberg-Connection

Selbst wenn die Bilderberger keine Verschwörung sein sollten, so setzen sie doch durch ihre rigiden Abschottungsmaßnahmen alles daran, als solche zu erscheinen, hat mal sinngemäß jemand geschrieben. (*)

Man kann auch davon ausgehen, dass die Kosten für diese Treffen, ein komplettes Luxushotel für vier Tage zu mieten, zwar aus der Portokasse bezahlt, am Ende durch die Ergebnisse des Treffens aber wieder mehr als hereingeholt werden.
Die Treffen „rentieren“ sich also, aus Investorensicht, sonst würden sie nicht in dieser pompösen Art veranstaltet werden.
Denn viele dieser „Privatpersonen“ werden in anderem Zusammenhang auch gerne als „Investoren“ bezeichnet; prominentes Beispiel, der Hans Dampf in allen Gassen: George Soros.

Es wäre also auch ohne Verschwörungstheorie mit Fug und Recht angebracht, die Bilderberg-Konferenzen nicht verharmlosend als private Treffen älterer Herren, sondern als strikt abgeschottete Treffen international tätiger Investoren (mit $-Blick), deren Entscheidungen Auswirkungen auf die ganze Welt haben, zu bezeichnen, was jedoch in der Form nicht geschieht, weil Journalisten zwar auch eingeladen werden, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sie nicht darüber berichten.
Und das tun sie auch fleißig.

[Nachtrag]

(*) Das war C. Gordon Tether, ehedem Journalist der Financial Times, London, siehe hier.

Grexit, Graccident oder Grash?

Posted in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft with tags , , , , , on 22. Juni 2015 by arnarscho

Oder: Die griechisch-europäische Draghi-Komödie

Soviel unterhaltsames Politik-Theater war selten.
Deshalb danke an Tsipras und Varoufakis, dass sie endlich mal wieder Leben in die europäische Bude gebracht haben. Mögen die anderen Politiker – vor allem die deutschen – auch noch so genervt sein, mir bereitet es tierisches Vergnügen zu sehen, wie sie gerade vorgeführt werden. Wie ihnen ihre jahrelange, verlogene „Rettungs“-Politik, die aus einem anfangs überschaubarem Problem ein wahres Desaster angerichtet hat, verdientermaßen vor die Füße fällt.
In diesem Schmierentheater dürfen natürlich auch die Schmiermedien nicht fehlen, die sich nur noch so überschlagen vor Hasspropaganda; im Stundentakt erscheinen neue Artikel ohne wirklich neue Informationen, sondern nur einfach mal zum Hetzen über die faulen Pleitegriechen mit Luxusrente, die von unseren hart arbeitenden Steuerzahlern alimentiert werden müssen, wissen schon.

Wenn ich das richtig einschätze, sind diese beiden „Lümmel“ in den Systemmedien zur Zeit sogar noch unbeliebter als die „Aggressoren“ Putin und Lawrow. Alle Achtung! Denn diesen Status bekommt man nicht geschenkt, den muss man sich hart erarbeiten.
Dabei übersehen die Medien ein kleines, aber entscheidendes Detail: Tsipras und Varoufakis wurden nicht gewählt, um die Interessen eines rautenschwingenden Hosenanzugs und einer schwarzen Null auf Rädern zu vertreten, sondern die des griechischen Volkes.
Und das machen sie sehr gut, soweit ich das beurteilen kann. Solche Politiker wünschte ich mir überall in Europa.

Ihre Verhandlungsposition, über die viel gerätselt wird, ist dabei relativ überschaubar: Griechenland hat nichts mehr zu verlieren.
Die Zustände dort ähneln wieder denen nach dem 2. Weltkrieg. In solch einer Situation hat man als aufrechter Politiker keine wirkliche Verhandlungsoption mehr und zu dieser Erkenntnis braucht man auch keine Spieltheorie zu bemühen.

Das bisherige „Rettungs“-Programm hat zum totalen Zusammenbruch der Wirtschaft geführt, zur Verarmung weiter Teile der Bevölkerung und zur vollkommenen Perspektivlosigkeit der Jugend, weil das Programm noch jahrzehntelang so weiterlaufen soll.
Aber vorher muss es nach dem Willen der Raub-Retter noch mal verschärft werden: weitere Rentenkürzungen und Erhöhung der Mehrwertsteuer, also den ärmsten Teil der Bevölkerung vollends abwürgen.

Sadistisch kann man das nur noch nennen; quälen, weil man die Macht hat und weil es anscheinend Spaß macht.
Mit intelligenter Wirtschaftspolitik hat das jedenfalls nicht im Entferntesten zu tun, sondern diese Politik wird den Euro von innen heraus zerstören und Deutschland letztendlich wesentlich mehr kosten als eine vernünftige Lösung.

Wirtschaftliche Verwerfungen gibt es in jedem Währungsraum und werden normalerweise durch automatische Transferzahlungen ohne großes Aufsehen geregelt – zum Nutzen aller.
Das wäre dann aber die Transferunion, ein Wort, das man in Deutschland noch nicht mal erwähnen darf, ohne Gift und Galle zu ernten.
Dabei trägt Deutschland als Hauptwirtschaftsmacht auch die Hauptschuld an der derzeitigen desolaten Situation im Euroland.

Bekanntlich sollte der Euro so stabil werden wie die DM, weil Deutschland das Stabilitätskriterium festgelegt hat: eine Inflationsrate von knapp unter 2%.
Die EZB hat diesbezüglich für den gesamten Euroraum bis zur Krise auch eine Punktlandung hingelegt, aber nur ein Land hat sich daran gehalten: Frankreich.
Ausgerechnet Deutschland hat aber dieses Ziel durch Lohndumping unterwandert und sich so subversiv wirtschaftliche Vorteile verschafft.
Daher läge es auch an Deutschland, den Euro durch kräftige Lohnerhöhungen hierzulande zu retten. Aber ausgerechnet dagegen wehren sich die Neoliberalen und statt hier Wohlstand zu schaffen, werfen sie zusammen mit den Exportüberschüssen das Geld lieber zum Fenster hinaus.

Die Deutschen haben den Begriff der Währungsgemeinschaft nie wirklich als Gemeinschaft, sondern eher als Ausweitung der Kampfzone aufgefasst. Schon Schröder hat bei der Euro-Einführung sinngemäß gesagt, dass er sich auf den Wettbewerb der Volkswirtschaften freue.
Weil solch ein Wettbewerb innerhalb einer Währungsunion aber zwangsläufig in einem Rattenrennen endet, hatte er damit im Prinzip schon das Ende des Euro eingeläutet, bevor er wirklich eingeführt war, und Merkel wird das Werk nun vollenden.

Stirbt Europa, so stirbt der Euro.
So herum macht der Satz nämlich Sinn, und dafür hat Merkel nachhaltig gesorgt.

Endlich frei vom russischen Gas

Posted in Politik, Wirtschaft with tags , on 10. August 2014 by arnarscho

Dachte ich bisher immer, das untere Ende der IQ-Skala sei bei Null erreicht (geschätzter IQ einer erwachsenen Kartoffel), musste ich mich jetzt doch eines besseren belehren lassen.

Anscheinend besitzt diese Skala auch einen negativen Bereich (also dümmer als eine Kartoffel), und der scheint nach unten offen zu sein, wie die Regierung in Kiew gerade bewiesen hat.

Obwohl die Ukraine ja wirtschaftlich – ähem – nicht gerade gut da steht, wollen sie sich jetzt auch an den Sanktionen gegen Russland beteiligen und gleichzeitig der EU helfen, unabhängiger vom russischen Gas zu werden.

Eine der Maßnahmen, die sie beschließen wollen, sieht vor, den Transit von russischem Öl und Gas nach Europa zu stoppen.

Bravo! Geniale Idee! Endlich mal dem Putin so richtig eins ausgewischt!
Da ist die EU doch sicherlich gerne bereit, der Ukraine die dadurch entgangenen Transiteinnahmen in Milliardenhöhe zu ersetzen, dafür, dass sie jetzt frei von Putins Gas ist.

Bin mal gespannt, was Mutti von den Plänen ihrer neuen Freunde hält. Bei dem geistigen Niveau, das ihre Politik mittlerweile erreicht hat, würde es mich noch nicht mal wundern, wenn sie das als „alternativlos“ bezeichnen würde.

Gasversorgung gesichert [Update]

Posted in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft with tags , , , on 15. Mai 2014 by arnarscho

So langsam wird ein Schuh draus.

Als gestern bekannt wurde, dass Hunter Biden, von Beruf Sohn des amerikanischen Vizepräsidenten, der in Kiew bestens vernetzt ist, in den Vorstand von Burisma, dem größten privaten Gasversorger der Ukraine, wechselt, fiel es mir wie Schuppen von den Augen.

Zunächst wundert man sich ja mal über das gelungene Timing. Hätten die nicht bis nach der Wahl warten können, so wie sonst üblich? Denn es ist ja klar, dass die sogenannten „pro-russischen“ Ostukrainer dadurch provoziert werden.

Nein, das war so wichtig, dass sogar extra ein neuer Vorstandsposten für den prominenten Sohn geschaffen wurde: die Rechtsabteilung. Für amerikanische Verhältnisse ist die ja sowieso unabdingbar.
Wichtig war auch, dass diese erfreuliche Nachricht auf *allen* Medien lautstark rausposaunt wurde, damit sie auch ja beim Volk ankommt.

Dass dadurch in der ostukrainischen Bevölkerung neuer Hass geschürt wird, ist beabsichtigt. Das könnte zu neuen Aufständen führen, die die nicht geplante Wahl verhindern.
Schuld daran wäre selbstverständlich Putin.

Noch besser wäre es natürlich, die ostukrainischen „Terroristen“ würden Gebäude der Burisma angreifen. Dann könnte der neue Chef der Rechtsabteilung seinen Papi anrufen, der dann wiederum die Europäer aufforderte, endlich einzuschreiten.

Die Europäer zieren sich noch etwas, weil sie vom russischen Gas abhängen. Die Amis behaupten zwar, sie könnten als Ersatzlieferant einspringen, aber die Amis behaupten viel, und jeder vernünftige Mensch weiß, dass der Aufbau der dazu nötigen Infrastruktur mehrere Jahre dauert, Milliarden kostet, die sich keiner mehr leisten kann, und das Gas dadurch so teuer würde, dass es hier keiner mehr kaufen wollte.
Wenn vom Fracking bis dahin überhaupt noch was übrig ist, außer vergifteter Erde und brennbarem Wasser.

Und hier schließt sich jetzt der Kreis.
Die Nachricht an alle lautet: Europa braucht kein russisches Gas mehr, weil es jetzt amerikanisches Gas kaufen kann. Aus der Ukraine.
Die Pipelines dafür liegen sogar schon, wir brauchen nur noch Russland abzuklemmen.

Dazu passt auch die Meldung, die das Nachrichtenmagazin BILD am Sonntag unters Volk streute, der Nachrichtendienst BND (ein geistig Verwandter der BILD) hätte Hinweise, dass sich mehrere Hundert Blackwater-Söldner in der Ukraine aufhielten.
Dass ausgerechnet das Kampfblatt des Transatlantik-Packs solch eine subversive Meldung verbreiten darf, sollte zu denken geben.

Die versteckte Botschaft dahinter lautet nämlich: wir haben unsere erprobten Leute dort, außer der Demokratie ist damit auch die Gasversorgung gesichert.

Also Europäer: greift den Russischen Bären endlich an!

[Update]

Es gibt auch noch einen Plan B, falls das mit der Ukraine nicht hinhaut: der Iran ist plötzlich kein so wirklicher Schurkenstaat mehr.

Deutschlands dümmste Petition

Posted in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft with tags , , , on 22. April 2014 by arnarscho

Es hat ja wohl schon einige dümmliche Petitionen gegeben, aber diese hier ist sicherlich preisverdächtig:

petition

Immerhin haben sich schon sieben Unterzeichner eingefunden.
Allzu hoch hat der Initiator in weiser Voraussicht die Latte aber auch nicht gehängt, 100 Unterschriften reichen schon.
Mal gespannt, ob sich die finden.

Merkel macht den Griechen Mut

Posted in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft with tags , on 12. April 2014 by arnarscho

Manchmal fragt man sich ja, was sich Redakteure denken, wenn sie Titel und Titelbild zusammenstellen, wie in diesem Fall:

merkel-raus

Gesehen bei n-tv.