Archive for the Umwelt Category

Pferde-Lasagne, Eier-Omlette und der restliche Müll

Posted in Gesellschaft, Gesundheit, Umwelt, Wirtschaft with tags , on 25. Februar 2013 by arnarscho

Oder: Die kapitalistische Nahrungskette.

Da haben doch einige Politiker, unter anderem unser Entwicklungsminister Dirk Niebel, vorgeschlagen, die Pferde-Lasagne einer Anschlussverwertung an Arme zukommen zu lassen, weil es – nicht zuletzt auch dank FDP-Politik – auch in Deutschland genug unter spätrömischer Dekadenz leidende Bedürftige gibt.
Wäre ja nichts gegen einzuwenden, denn soweit bisher bekannt, scheint die Qualität ja nicht schlechter zu sein als das übliche Rind- und Schweinefleisch, das sonst in Fertigprodukten verarbeitet wird.
Dann gibts diese Woche halt mal lecker Pferde-Lasagne. Nur – was essen die dann nächste Woche?

Nun, ganz einfach: nächste Woche gibt es die Millionen Eier, die jetzt als falsch deklarierte Bio-Eier aufgetaucht sind, als lecker Eier-Omlette. Denn mal ehrlich: Bio-Eier können sich die Ärmsten doch eh nicht leisten.

Und bis übernächste Woche werden wir schon den nächsten Skandal haben, den wir dann verfüttern können, statt wegzuschmeißen.

Apropos… was geschieht eigentlich mit unserem ganzen Müll, wer frisst den eigentlich?

Achtung, das ist jetzt keine Satire und ziemlich unappetitlich:

Auf YouTube

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Schöne neue Welt

Posted in Gesellschaft, Politik, Umwelt, Wirtschaft with tags , , on 21. August 2011 by arnarscho

Immer nur an den bestehenden Verhältnissen herumzunörgeln, hat ja auch keine Zukunft. Deshalb gehe ich der berechtigten Kritik eines meiner drei Leser nach und versuche mal was Kreatives.
Unsere Zukunft wird nämlich ziemlich schwierig. Nörgeln hilft da irgendwann nicht mehr weiter.

Deshalb mach ich mir schon seit Jahren Gedanken darüber, wie denn eine Welt im Gleichgewicht aussehen müsste. Eine, die sogar das tausendjährige Reich überdauern könnte. Weit gekommen bin ich allerdings noch nicht, weil man Überlegungen in dieser Richtung nur unter kompletter Ausschaltung jeglichen Realitätssinns und gesunden Menschenverstandes anstellen kann.

Denn in einem stabilen System darf es niemals eine sich selbst verstärkende Häufung von Kapital geben, wie wir sie zur Zeit erleben, weshalb gewisse gewissenlose, aber einflussreiche Kreise auch kein Interesse an einem stabilen System haben, weil sich – so ein Zufall aber auch – ausgerechnet bei ihnen das Kapital häuft.
So werden bereits die Rahmenbedingungen, unter denen wir im globalen Dorf wirtschaften, komplett ignoriert.

Randbedingungen

  • Die Welt ist zwar groß, aber nicht unendlich und wird zusehends ärmer an unersetzlichen Rohstoffen.
  • Bis wir die schier unendlichen Weiten des Universums ausbeuten können, wird noch eine Weile vergehen.
  • Bis dahin müssen wir mit unserem Planeten und seinen Rohstoffen haushalten, sonst kommen wir nie hier weg.
  • Quasi unbegrenzt vorhanden sind eigentlich nur Sonne, Wind und Wasser, wenn auch ungleichmäßig verteilt.
  • Nachwachsende Rohstoffe, also Pflanzen aller Art, sind ebenfalls solange unbegrenzt vorhanden, solange wir nicht mehr verbrauchen als nachwachsen und darauf achten, dass auch weiterhin genug nachwachsen können.
  • Tierzucht ist wegen dem hohen Ressourcenverbrauch nicht in beliebigem Maße möglich.
  • Alle andern Rohstoffe sind ohnehin nur begrenzt vorhanden und sollten deshalb nicht sinnlos verbrannt und vergeudet werden, zumal die Förderung dieser Rohstoffe enorme Naturzerstörungen nach sich zieht.

Nachhaltiges, weltweites und stetiges Wachstum kann nur gelingen, wenn diese Bedingungen berücksichtigt werden. Wenn nicht, wird’s ständig Kriege geben mit „Negativwachstum“ der weltweiten Bevölkerung, was die Lage dann wieder eine Zeit lang stabilisiert.

Wachstum

Jeder, der glaubt, dass exponentielles Wachstum für immer weitergehen kann in einer endlichen Welt, ist entweder ein Verrückter oder ein Ökonom.
(Kenneth E. Boulding)

Das gesamte Wachstum seit Beginn der sogenannten industriellen Revolution basiert im Wesentlichen auf der hemmungslosen Ausbeutung der Rohstoffe dieser Welt. Die Kinder, die in Goldminen ihr Leben ruinieren, haben an der Goldpreisentwicklung der letzten Monate garantiert keinen Anteil, obwohl sie es sind, die den Mehrwert produzieren und nicht die Händler, die nur abkassieren.

Gäbe es nicht die vielen Wirtschafts- und Finanzkrisen, wären wir mit unserem Wachstum eh schon längst am Ende.
Allein schon der Wunsch nach exponentiellem Wachstum bei endlichen Ressourcen führt in die Katastrophe, weil die Erwartungen auf Dauer nicht aufrecht zu erhalten sind.

Nachhaltiges Wachstum ist deshalb nur im Rahmen der nachwachsenden Rohstoffe möglich, bzw. durch effizientere Ausbeutung von Sonne-, Wind- und Wasserenergie.
Nachhaltiges Wachstum ist von daher eher linear, und nicht exponentiell, weil Bäume nicht exponentiell in den Himmel wachsen.
Der Wohlstand vermehrt sich dann also konstant um z.B. drei Bäume pro Jahr statt um 3% mehr Bäume als letztes Jahr.

Die nicht endlos vorhandenen Rohstoffe, allen voran natürlich Erdöl, müssen so teuer sein, dass ihr Verbrauch das bisschen Wachstum nachhaltig abwürgt. Nur so kommen die Märkte und Verbraucher zur Vernunft und die Industrie vielleicht auf neue, innovative Ideen.

Wirtschaft

Wenn dann jedes Stück Plastik richtig Geld kostet, bricht die gesamte Weltwirtschaft zusammen. Millionen werden allein in Deutschland arbeitslos.
Da gehen allerdings Arbeitsplätze verloren, die wir uns sowieso nicht leisten können, weil sie unsere Erde zerstören („Wir leben über unsere Verhältnisse“, hat sogar Merkel gesagt).

Wir sind zu effizient geworden, das ist unser Problem. Anstatt dass alle weniger arbeiten, wie es vernünftig wäre, produzieren immer weniger immer mehr Müll und immer mehr Probleme.
Würden wir auf den ganzen Müll verzichten, hätten wir viel Geld gespart, und kämen mit zwei bis drei Tage Arbeit die Woche aus.

Die Gesundheitsindustrie würde zugrunde gehen, weil in Folge der Krankenstand der Arbeitnehmer schlagartig implodieren würde. Das bedeutet noch mehr Arbeitslose, die bisher von Zivilisationskrankheiten gelebt haben, die wir ohne diese Art von „Zivilisation“ gar nicht hätten.

Das Geld, das bisher in solche maroden Industrien gepumpt wurde, ist dann übrig und kann in nachhaltiges Wirtschaften investiert werden. Langfristig fallen dann auch die ganzen Reparatur- und Folgekosten weg.
Die Gesellschaft wird also insgesamt reicher.

Geldsystem

Es ist natürlich klar, dass eine Wirtschaft, die nur linear wächst, nicht auf einem Kreditgeldsystem basieren kann, bei dem die Schulden exponentiell wachsen. Das führt ja schon jetzt regelmäßig zur Krise, eben weil die Wirtschaft (glücklicherweise) nicht exponentiell wächst, sondern immer wieder Einbrüche hat.

„Seltsamerweise“ gibt es in Sachen alternative Geldsysteme scheinbar keinerlei Diskussionsbedarf. Über Wirtschaftssysteme wird zwar schon mal geredet, aber nicht über deren Grundlage, das Geldsystem. Und das nun schon seit dem 17. Jahrhundert, als mit der Bank of England diese Art von Luftgeld geschaffen wurde.

Eine mögliche Alternative wäre das Umlaufgeld von Silvio Gesell, das kein geringerer als John Maynard Keynes seinerzeit sogar als Weltwährung vorgeschlagen hat. Ohne Erfolg, versteht sich.

In einer Wirtschaft, die linear wächst, könnte man sogar ein Kreditgeldsystem mit Zinsen einführen, allerdings ohne Zinseszinsen. Wenn ich also einen Kredit über 1000€ zu 10% Zinsen aufnehme, zahle ich 1100€ zurück. Das triebe heutige Banken in den Ruin.

Die Finanzmärkte würden zusammenbrechen, es gäbe noch mehr Arbeitslose. Weil die aber die ganzen Jahre damit beschäftigt waren, das Geld von unten nach oben umzuverteilen, käme netto sogar ein Gewinn für die Gesellschaft heraus.
Deshalb mögen die da oben das nicht so.

Gesellschaft

Viele unserer gesellschaftlichen Problme rühren daher, dass wir alle zu gestresst sind.
Die, denen es eigentlich gut gehen sollte, weil sie noch Arbeit haben, stehen unter enormem Leistungsdruck. Alle Firmen müssen wachsen, was natürlich nicht ewig geht. Deshalb muss der Druck ständig erhöht und die Arbeitsbedingungen immer mieser werden.

Selbst die, die keine Arbeit haben, stehen unter Stress, weil wir es nicht zulassen, dass die Segnungen der Rationalisierung – weniger Arbeit für alle – unserer Gesellschaft zugute kommen.
Es darf nicht sein, dass die, die für den Produktionsprozess nicht mehr benötigt werden, sich ein gemütliches Leben machen, und sei es in noch so armseligen Verhältnissen, während die andern aus Angst vor dem Arbeitsplatzverlust ständig schlechter werdende Bedingungen hinnehmen müssen.
Es ist pervers: die Arbeiterklasse fordert Bestrafung für Arbeitslosigkeit und hat anschließend Angst vor dem Abstieg in dieses System, das sie selber gefordert hat.
So krank ist unsere Gesellschaft schon.

Das wäre in der schönen neuen Welt mit zwei bis drei Arbeitstagen die Woche und ohne Wachstumsdruck anders.
Wir hätten eher das umgekehrte Problem: was sollen die Menschen mit der vielen Freizeit anfangen, wenn sie nicht mehr exponentiell shoppen gehen können, sondern nur noch linear?

Aber ich denke, das wäre das geringste Problem, denn bis wir so weit sind, wissen die Menschen auch, was sie mit ihrer gewonnenen Freizeit anfangen können.
Viel Zeit bleibt uns allerdings nicht mehr. Das ist eher das Problem.

Schluss mit lustig

Posted in Gesellschaft, Politik, Umwelt with tags , , , , on 7. August 2011 by arnarscho

Nachdem ich nun monatelang so gut wie offline war und mich in die sogenannte „Realität“ geflüchtet habe, habe ich von selbiger jetzt auch die Schnauze voll.

Irgendwie ist mir mein Sarkasmus verlustig gegangen, angesichts der Zustände lokal, weltweit und überall. Alles basiert nur noch auf Lug und Betrug, Bestechung und Korruption.
Man braucht die offiziellen Nachrichten ja gar nicht mehr zu lesen, es genügt ein Blick auf die Schlagzeilen, um zu erahnen, welche Lügenmärchen oder Belanglosigkeiten einem in dem betreffenden Artikel untergejubelt werden sollen.
Dabei haben wir wahrlich genug echte Probleme, die zu lösen wären. Das derzeitige Währungsproblem ist dabei noch das geringste. Das ließe sich zur Not durch das Drucken neuer bunter Geldscheinchen aus der Welt schaffen.

Nicht aus der Welt schaffen können wir aber z.B. unsere Umweltprobleme, oder den Klimawandel, egal, ob er jetzt hausgemacht ist oder nicht.
In den Weltmeeren droht die Nahrungskette zusammenzubrechen mit verheerenden Auswirkungen für die gesamte Menschheit.
Das Erdöl, mit dem unser gesamter, sogenannter „Fortschritt“ geschmiert wurde, geht wegen weltweit steigendem Bedarf schneller seinem Ende entgegen als von offizieller Seite verkündet.
Es ist nicht zu erwarten, dass sich dann Vertreter aller Länder an einen runden Tisch setzen und sachlich beraten, was zu tun sei.

Weil ein paar tausend geistig schwer kranker Menschen, deren einziges Lebensziel noch darin besteht, ständig mehr Geld anzuhäufen, um in die Lister der Forbes Top 500 zu gelangen – sozusagen Spielsüchtige, denen geholfen werden könnte, hätte der Staat mehr Geld für Sozialarbeiter -, sich einfach alles kaufen von ihrem vielen Geld: Politiker, Fernsehsender, Verlage, Experten…
Und das Volk, das zwar ahnt, dass etwas schiefläuft, wird immer ahnungsloser. Hass und Intoleranz breiten sich aus. Da ist doch jetzt mal Schluss mit den Menschenrechten.

Weg mit dem bisschen (Schein-) Demokratie, die wir bisher hatten. Hat doch eh nichts getaugt, bei den Wahlmöglichkeiten und den Wählern, was soll denn da bei rauskommen?
Wohl kaum was Sinnvolles.

Hat uns die Geschichte doch gelehrt.

Ja, ist denn jetzt schon Klimakatastrophe?

Posted in Gesellschaft, Umwelt, Wirtschaft with tags on 21. Dezember 2010 by arnarscho

Das haben sich Bahn unf Flughafenbetreiber fein ausgerechnet: wenn es auf der Erde zwei Grad wärmer wird, werden bei uns die Winter milder, folglich kann man zig-Millionen beim Winterdienst einsparen. Als Aktiengesellschaften sind sie in erster Linie ja nicht der Gesellschaft, sondern ihren Gesellschaftern verpflichtet. Und die wollen – Geld sehen.

Die denken auch nicht unbedingt langfristig, sondern eher in Quartalen.
Und wenn es schon seit vielen Quartalen keinen Winter mehr gab, warum dafür das viele Geld ausgeben? Vor allem, weil es ja noch wärmer werden soll.

Da interessiert es auch nicht sonderlich, dass das Klima kein lineares, sondern ein chaotisches System ist und dass zwei Grad globale Erwärmung nicht unbedingt heißt, dass es weltweit schön gleichmäßig zwei Grad wärmer wird.

Wenn sich z.B. der Golfstrom im Laufe der Klimaerwärmung abschwächt, oder gar abrupt zusammenbricht – eine alltägliche Erscheinung in chaotischen Systemen, sobald gewisse Toleranzgrenzen überschritten werden – kann es sein, dass die letzten beiden Winter erst der Auftakt zu einer jahrhundertelangen Serie waren.

Es kann aber auch sein, dass es ganz normaler Wetterzyklus ist. Als ich noch jünger war – so vor 30, 40 Jahren – waren solche Winter der Normalfall.

Recht durchsetzen – Rech absetzen

Posted in Gesellschaft, Politik, Umwelt with tags , , , , , on 2. Oktober 2010 by arnarscho

Hat Rech nicht letztens davon gesprochen, dass die Polizei in der Lage sein müsse, das Recht durchzusetzen? Dann sollten sie ihn jetzt aus dem Amt prügeln. Und zwar in voller Montur und mit der vollen Härte des Gesetzes.

Die Abholzaktion war nämlich illegal und die Polizei wurde wieder mal auf die falschen gehetzt. Bei Abriss Aufstand hat das Schreiben des Eisenbahnbundesamtes schon gestern veröffentlicht, heute berichtet auch der Stern darüber.

So fügt sich eine Schweinerei an die nächste, das nennt sich dann „demokratische Entscheidungsfindung“, und die Bürger müssen dafür bluten.

In diesem Licht macht der Spruch von Rech dann auch tatsächlich Sinn, ich zitiere nochmal:

Wenn die Polizei nicht mehr in die Lage versetzt wird, das Recht durchzusetzen, dann wird’s am Ende dieses Weges auch bedrohlich für die Freiheit der Bürger.
Und ich meine damit die Demonstrationsfreiheit.

Die Straße der Ölsardinen

Posted in Umwelt, Wirtschaft, Wissenschaft with tags on 16. September 2010 by arnarscho

Jetzt günstig fischen im Golf von Mexiko:

Gefunden bei Radio Utopie.

Dänen lügen nicht

Posted in Politik, Umwelt with tags , on 20. Dezember 2009 by arnarscho

Von daher war ja schon von vorneherein abzusehen, dass beim Klimagipfel in Kopenhagen keines der üblichen verlogenen Gipfelpapiere herauskommen kann, in denen zwar viel versprochen, aber nichts gehalten wird.
Stattdessen wurde eine Absichtserklärung „zur Kenntnis genommen“.
Das ist doch mal ein ehrliches Ergebnis!

Ob es sich dafür aber gelohnt hat, mehrere hunderttausend Tonnen CO2 zusätzlich in die Luft zu blasen, ist fraglich.

Ebenso fraglich ist das ursprünglich von der EU anvisierte Ziel, den CO2-Ausstoß in den nächsten zehn Jahren um 20-30% zu verringern.
Wie soll denn das möglich sein? Nur mit Energiesparlampen jedenfalls nicht. Vor allem, weil sich jeder noch schnell einen Vorrat an Glühbirnen angelegt hat, der locker für zehn Jahre ausreicht.

Muss also etwas anderes geplant sein. Das wird uns aber nicht verraten, deshalb spekuliere ich jetzt mal.

Plan A: Wirtschaftskrise

Der nachhaltigste Plan, weil er zu einer echten CO2-Redukton führt und die Hauptverursacher Industrie, Haushalte und Verkehr gleichermaßen berücksichtigt.
Wenn wir – was sehr wahrscheinlich ist – in den nächsten zehn Jahren noch mit ein bis zwei Wirtschftskrisen rechnen, könnte die Industrie tatsächlich um 20-30% einbrechen und damit ihren Beitrag leisten.
Die Haushalte werden dadurch beteiligt, dass den Hartz-IV-Empfängern die Heizkosten gestrichen werden, und der Verkehr nimmt durch die steigende Arbeitslosigkeit automatisch ab.
Klimaziel erreicht!

Kann man aber so nicht verkaufen, deshalb gibt es noch

Plan B: Zertifikatehandel

Die Idee dahinter ist, dem CO2-Ausstoß einen Preis zuzuordnen, der an einer Börse durch Angebot und Nachfrage gebildet wird.
Jedes Land, das am Emissionshandel teilnimmt, erhält eine bestimmte Menge Verschmutzungsrechte zugewiesen. Länder, die ihren Anteil nicht aufbrauchen – in der Regel die ärmeren Länder – können ihre Rechte dann an die reicheren Länder verkaufen.
Dadurch wird zwar nicht weniger CO2 in die Luft geblasen, aber es wird teurer für den Endverbraucher. Außerdem wird ein neuer Markt für allerlei windige Geschäftemacher eröffnet.
Spätestens mit dem Platzen der ersten CO2-Spekulationsblase tritt dann automatisch Plan A in Kraft.
Klimaziel erreicht!

Deshalb muss ich Merkel, die davor gewarnt hat, die Ergebnisse des Gipfels schlechtzureden, recht geben: wo nichts ist, kann man auch nichts schlechtreden.
Im Gegenteil, ich bin sogar zufrieden mit diesem Nicht-Ergebnis, weil es wenigstens ehrlich zeigt: in der Klimafrage ist die Schnittmenge aus 192 UNO-Staaten die leere Menge.

 


Klaus Stuttmann im Tagesspiegel