Die Schmier-Presse [Update]

Lügen-Presse war gestern – genauer gesagt vorgestern.
Seit gestern wird nämlich geschmiert, als gäbe es kein morgen mehr.

In gefühlt zwei Meter hohen Schlagzeilen und ellenlangen Artikeln wird über Putin und die Panama Papers „berichtet“ – aber was eigentlich?
Putin taucht in den Papieren nämlich gar nicht auf. Aber Obacht: er kennt dort welche.

Und was machen die dort?
Der Spiegel klärt auf: „Sie [die Papiere] legten nahe, dass ein großes Vermögen in ein Netz von geheimen Offshorefirmen geflossen sei“.
Ich dachte immer, das sei der Zweck von diesen Firmen, oder hab ich da was entscheidendes verpasst?

Und überhaupt, was interessieren mich die Russen?
Mich würde mehr interessieren, welche reichen Merkel-Freunde dort auftauchen. Denn auch dutzende Deutsche seien dabei, wobei aber vorsorglich schon mal drauf hingewiesen wird, dass solche Geschäfte nicht per se illegal seien.
Namen werden allerdings nicht genannt.

Den einzig lesenswerten Artikel in der Propagandapresse fand ich ausgerechnet bei Sputniknews, dort erklärt Ernst Wolff („Weltmacht IWF“) in einem kurzen Interview seine Sicht der Dinge, nämlich, dass es sich hier um eine inszenierte Schmierenkomödie handelt, die u.a. dazu dient, alle Steueroasen weltweit auszutrocknen und stattdessen in die USA zu verlegen.
Mit dem Nebeneffekt, grad mal noch Putin ans Bein zu pinkeln.

In diesem Telepolis-Artikel erklärt er das genauer.

[Nachtrag]
Jetzt wird es endgültig skurril: eine amerikanische Denkfabrik verortet Russland hinter der Veröffentlichung der Papiere, also sozusagen „Prawda Papers“ zur Destabilisierung des Westens.
Die „Freunde“ Putins seien nur deshalb in den Papieren lanciert worden, um (indirekt) darauf hinzuweisen, dass Putin selber dort nicht auftaucht.

Und die weltweite Presse ist voll auf diese perfide Taktik hereingefallen und hat sich damit vor aller Augen selber diskreditiert!

Da scheinen im Kreml ja Meisterstrategen am Werk zu sein.
Warum die die Papiere aber nicht für alle einsehbar bei Wikileaks veröffentlicht haben, sondern ausgerechnet einem amerikanischen Konsortium zur Auswertung überließen, erklären uns die Denker von der Denkfabrik nicht.

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