Archiv für April, 2016

Oh, wie schön ist Kanada

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , on 17. April 2016 by arnarscho

Wer hier in Europa lebt, fragt sich zwangsläufig öfters, ob es denn eigentlich auch Politiker gibt, die irgendwie noch irgendetwas raffen.
Ja, es gibt sie, allerdings nicht in Europa, sondern in Kanada.

Justin Trudeau z.B., der kanadische Premierminister, erklärt hier auf einer Pressekonferenz innerhalb einer Minute sehr unterhaltsam den Unterschied zwischen heutigen Computern und (zukünftigen) Quantencomputern.

YouTube

Man muss weder Englisch können, noch etwas von Quantencomputern verstehen, um den kleinen, aber traurigen, Qualitätsunterschied zu erkennen:

Quelle: Focus

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Merdogan und Böhmerwahn, 2. Akt

Posted in Gesellschaft, Kunst, Politik with tags , , on 16. April 2016 by arnarscho

Merke: Mohammed, Jesus oder den Papst darf man beleidigen, aber nicht den Sultan!

Wenn es überhaupt noch eines Beweises für die Prinzipienlosigkeit und Beliebigkeit Merkels bedurft hätte, wäre er jetzt erbracht.
Neulich noch Charlie, jetzt plötzlich Judas, Verräterin an den sog. „Werten“, die sie sonst wie eine Monstranz vor ihrem monströsen Körper herträgt.

Der Paragraph 103 StGB („Majestätsbeleidigung“), der noch aus Kaisers Zeiten stammt, soll jetzt zwar zügig abgeschafft werden (zwecks Vermeidung von zukünftigem Ärger), aber der Sultan darf noch mal.

Rein rechtsstaatlich hätte das allerdings nicht sein müssen, da der Sultan auch zusätzlich einen zivilrechtlichen Antrag gemäß §185 gestellt hat, der keine Genehmigung der Regierung erfordert.
Dann müsste er allerdings als Zivilist und nicht als Sultan auftreten.

Aber da ihm „Zivilist“ offensichtlich schwerfällt (er geht ja auch verbal nicht grad zimperlich mit seinen Gegnern um), sah sich Merkel genötigt, seinem Ersuchen stattzugeben.

Denn Merkel denkt als Physikerin die Probleme von ihrem Ende her, wie ich neulich zu meiner Überraschung irgendwo lesen musste.

Jetzt verstehe ich das erst: das Ende unserer derzeitigen Probleme ist die syrisch-türkische Grenze. Wenn dort keine Flüchtlinge mehr rüberkommen, haben wir auch keine Probleme mehr.

Und genau dafür sorgt jetzt Sultan Erdogan, indem er die Grenze militärisch gegen Flüchtlinge abriegelt, auch mit Waffengewalt. Die anfallenden Kosten dafür bekommt er ja großzügig erstattet.

Damit wäre dann auch Frau Petry widerlegt: ätsch, WIR brauchen nicht zu schießen; und der AfD viel Wind aus den Segeln genommen.

Für solch hehre Ziele versteht es sich doch aus nationalem Interesse von selbst, dass da schon mal ein Bauernopfer gebracht werden muss, und sei es nur, um die „Dame“ zu retten.

Merdogan und Böhmerwahn

Posted in Gesellschaft, Kunst, Politik with tags , , on 13. April 2016 by arnarscho

Wenn Realität zur Satire wird.

Da war die Satire wohl eine Nummer zu hoch für die Realität.
Ich muss ja zugeben, dass ich sie am Anfang auch nicht durchschaut habe, sondern erst, als sie anfing, Wellen zu schlagen.

Mein erster Gedanke war ja: Wer soll denn dieses vorpubertäre Scheißgedicht (um mal das gleiche sprachliche Fäkal-Niveau zu verwenden) ernst nehmen?
Mittlerweile weiß ich es besser.

Dabei hat Böhmermann die Messlatte extra tief gehangen, damit auch jeder (Nachpubertäre) erkennen konnte, dass es sich hier um billige, substanzlose Schmähkritik handelt.
Aber anscheinend kann man geistige Messlatten nicht mehr über Teppichoberkanten-Niveau hängen, ohne dass jemand drüber stolpert.

Dass Erdogan diese Latte reißen wird, war ja vorherzusehen, aber dass Angela („Je suis Charlie“) Merkel, die sonst vor allem durch Schweigen oder Bla-blub-Geschwafel „glänzt“, dem Erdogan auch noch in einem Telefonat zur Seite springt (bösartige Zungen würden ja sogar von „[biiiep]-kriechen“ reden), war ein starkes Stück und macht sie jetzt Teil der Realsatire, die noch folgen wird.

Die Schmier-Presse [Update]

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , , , , on 5. April 2016 by arnarscho

Lügen-Presse war gestern – genauer gesagt vorgestern.
Seit gestern wird nämlich geschmiert, als gäbe es kein morgen mehr.

In gefühlt zwei Meter hohen Schlagzeilen und ellenlangen Artikeln wird über Putin und die Panama Papers „berichtet“ – aber was eigentlich?
Putin taucht in den Papieren nämlich gar nicht auf. Aber Obacht: er kennt dort welche.

Und was machen die dort?
Der Spiegel klärt auf: „Sie [die Papiere] legten nahe, dass ein großes Vermögen in ein Netz von geheimen Offshorefirmen geflossen sei“.
Ich dachte immer, das sei der Zweck von diesen Firmen, oder hab ich da was entscheidendes verpasst?

Und überhaupt, was interessieren mich die Russen?
Mich würde mehr interessieren, welche reichen Merkel-Freunde dort auftauchen. Denn auch dutzende Deutsche seien dabei, wobei aber vorsorglich schon mal drauf hingewiesen wird, dass solche Geschäfte nicht per se illegal seien.
Namen werden allerdings nicht genannt.

Den einzig lesenswerten Artikel in der Propagandapresse fand ich ausgerechnet bei Sputniknews, dort erklärt Ernst Wolff („Weltmacht IWF“) in einem kurzen Interview seine Sicht der Dinge, nämlich, dass es sich hier um eine inszenierte Schmierenkomödie handelt, die u.a. dazu dient, alle Steueroasen weltweit auszutrocknen und stattdessen in die USA zu verlegen.
Mit dem Nebeneffekt, grad mal noch Putin ans Bein zu pinkeln.

In diesem Telepolis-Artikel erklärt er das genauer.

[Nachtrag]
Jetzt wird es endgültig skurril: eine amerikanische Denkfabrik verortet Russland hinter der Veröffentlichung der Papiere, also sozusagen „Prawda Papers“ zur Destabilisierung des Westens.
Die „Freunde“ Putins seien nur deshalb in den Papieren lanciert worden, um (indirekt) darauf hinzuweisen, dass Putin selber dort nicht auftaucht.

Und die weltweite Presse ist voll auf diese perfide Taktik hereingefallen und hat sich damit vor aller Augen selber diskreditiert!

Da scheinen im Kreml ja Meisterstrategen am Werk zu sein.
Warum die die Papiere aber nicht für alle einsehbar bei Wikileaks veröffentlicht haben, sondern ausgerechnet einem amerikanischen Konsortium zur Auswertung überließen, erklären uns die Denker von der Denkfabrik nicht.