Unterste Schublade

Muss mich auch mal wieder an der Front zurückmelden, nachdem ich mehrere Wochen nichts geschrieben, dafür aber um so mehr gelesen habe, speziell zum Ukraine-Konflikt.

Es ist erschütternd.
Nicht nur der Konflikt an sich, sondern in viel höherem Maße die Berichterstattung, sofern man das überhaupt noch so nennen kann.

Der Wahrheit halber muss ich allerdings bekennen, dass ich auch einer der von Moskau bezahlten Putin-Schreiberlinge bin. Als Deutscher mit Abitur und ordentlicher Rechtschreibung konnte ich da sogar Höchstpreise heraushandeln, und zwar nicht in Rubel, sondern in Dollar! Die genaue Höhe darf ich allerdings nicht verraten, sonst … na, Sie wissen schon.

Der Russe ist nämlich überall, hat die komplette westliche Welt infiltriert, die westlichen Werte ruiniert und schickt sich gerade an, die Weltherrschaft zu übernehmen.
Das ist nicht lustig!

Die schreiben mittlerweile sogar unsere Gesetze, wie ein mutiger Journalist der Welt herausgefunden hat. Würde mich wundern, wenn der mal keines natürlichen Plutoniumtodes sterben sollte…

Der hat nämlich herausgefunden – Jens Berger berichtet darüber auf den Nachdenkseiten -, dass der ARD-Programmbeirat von Putin Stalin unterwandert ist.
Hat dieser Programmbeirat doch tatsächlich die Meinung vieler Zuschauer bestätigt, dass die Berichterstattung zur Ukraine-Krise vollkommen einseitig ist.

Und dieser Stalin-Programmbeirat hat laut unserem Journalisten eine ungeheure Macht:

Dem Verfahren gegenüber sind die ARD-Programmverantwortlichen aber machtlos ausgeliefert. Noch nicht einmal das vollständige Protokoll der Beiratssitzung darf öffentlich gemacht werden.

Das ist ungeheuer: der Stalin verhindert durch Geheimgesetze, dass seine eigene Kritik am ARD veröffentlicht wird. Und das in einem demokratischen Staat.
Der Mutige also, der diese Kritik des ARD-Programmbeirates trotzdem „durchgestochen“ hat, muss nun damit rechnen, dass er mittlerweile geheimdienstlich gesucht wird.

Da fühlt man sich doch – ganz passend zu Putins Restalinisierungspolitik – an sowjetische Geheimprozesse einer nur scheinbar überwundenen Epoche erinnert.

Mitten in Deutschland! Soweit hat es Putin schon gebracht!

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4 Antworten to “Unterste Schublade”

  1. Ja ja, der böse, böse Russe. Eigentlich fehlen nur noch die Plakate mit den in Bärenfelle eingewickelten hässlich-brutalen Fratzen, die den Krummsäbel schwingen oder wahlweise zwischen den Zähnen festhalten.

    Das einzige was in dieser Causa für mich wirklich nicht nachvollziehbar ist, ist die Tatsache, dass kaum einer die Propaganda glaubt, die Damen und Herren Politiker aber dennoch machen können, was sie wollen, sorry, was ihnen das Land mit dem Friedensnobelpreisträger als Präsident sagt.

    Eigentlich können wir doch von Glück reden, dass die NATO mit ihren Sandkastenspielen im Nahen Osten beschäftigt ist. Sonst kämen sie noch auf die Idee den Hitler zu machen und den russischen Bären erlegen zu wollen. Natürlich nur, damit der uns nict fressen kann. Ist doch klar, oder?

    • Klar wie Klosbrühe.
      Vorher muss die Leyentruppe aber noch ihre Panzer, Hubschrauber und Flugzeuge reparieren. Die hat nämlich der Putin alle kaputtgemacht.

      • Hat er. Höchtspersönlich an zwei Abenden im August. Aber die Taktik, die unsere Kriegsministerin in genialer Voraussicht dagegen bereit hält, wird Putin das Fürchten lehren. Frau Leyen leiht für die Leyentruppe das Kriegsgerät.

        Sogar eine Werbung dafür gibt’s schon:

        Es gibt viele Wege Familien zu entlasten. Von ihrem Geld, den Kindern, dem Frieden, den Wohlstand…

  2. He, he, Das ist gut.

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