Abschussursache: Menschenverachtung und Dummheit? [Update]

Außer Absicht und Bedienfehler sollte man ja auch immer Dummheit in Betracht ziehen, wenn es darum geht, ein Ereignis wie den Abschuss der MH17 zu beurteilen, speziell, wenn Faschisten am Werk sind.

Hier berichtet The Other eine Variante, die ziemlich gut zu fast allen bisherigen (gesicherten) Erkenntnissen passen würde.

Demnach hat das ukrainische Militär mitbekommen, dass die Rebellen aus Donezk in Slavyansk einfallen wollten und haben zwei Kampfjets losgeschickt, um mal nach dem Rechten zu sehen.

Was dann kommt, ist so ungeheuerlich, dass sogar ich es beim ersten mal, als ich davon hörte, nicht glauben konnte: die ukrainischen Streitkräfte benutzen Linienmaschinen als Schutzschilde für ihre Jets.
Die Jets „eskortieren“ eine Linienmaschine bis in das „Zielgebiet“, fliegen dann kamikaze-artige Angriffe und verstecken sich wieder hinter der Zivilmaschine.
Dazu muss die Linienmaschine natürlich das Zielgebiet überfliegen, was man durch ein paar kleine Kurskorrekturen erreichen kann, wenn man sich die „passende“ Maschine aussucht. Waren ja genug vorhanden, alle voll mit Ausländern. Für Faschisten sind das ja keine wirklichen Menschen.

Diesmal war es die MH17, die als Schutzschild auserkoren war.

Das würde bereits einige Beobachtungen erklären:

  • Die Abweichung von der normalen Route.
    Die Vorbereitung solch eines Einsatzes benötigt ja ein paar Stunden, genug Zeit also, um eine passende Maschine auszusuchen und durch die Flugsicherung grob auf Kurs zu bringen.
    Die Kurskorrektur kurz vor dem Absturz, die sich aus den russischen Radardaten ergeben, diente dann noch der Feinjustierung über dem Zielgebiet.
  • Die Anweisung der Flugsicherung, tiefer zu fliegen.
    Die Kampfjets, um die es hier geht, die Su-25, sind für den Bodenkampf entwickelt und nicht für große Höhen. Flughöhen um die 10 km sind für diese Maschinen grenzwertig. Deshalb musste die MH17 so tief fliegen, wie es die Flugverbotszone gerade noch erlaubt hat.
  • Den spanischen Twitterer aus dem Tower.
    Auch der twitterte ja von zwei Jets, die die MH17 eskortierten.
  • Die russischen Radardaten.
    Sie registrierten einen Kampfjet im Steilflug nach oben. Das war dann wohl nach dem Einsatz.

Was die Piloten allerdings nicht wussten – und jetzt kommt die Dummheit ins Spiel – war, dass bei Slavyansk gleichzeitig ein Trainingslager des neo-faschistischen Battalion Azov stattfand.
Die hatten dort auch eine Buk-Batterie, dem Bericht nach BUK No.312.

Die Piloten hielten dieses Lager dummerweise für Rebellen oder Russen und flogen ihre üblichen Angriffe.
Die Faschos im Lager hielten die Flugzeuge ihrerseits natürlich für Russen und schossen zwei Buks ab: eine traf die MH17, die zweite einen der Jets.

Das erklärt weitere Beobachtungen des Tages:

  • Die russischen Radardaten.
    Demnach tauchte noch ein zweites Flugzeug in dem Gebiet auf, das aber nach ein paar Minuten wieder vom Radar verschwand.
  • Die Augenzeugenberichte.
    Sie berichteten von einem Kampfflugzeug, das die MH17 „angriff“ und dann selber abgeschossen wurde.
  • Jubel und Verwirrung bei den Rebellen.
    Die Rebellen in dem betreffenden Gebiet sahen ein Flugzeug abstürzen und hielten es für eine Militärmaschine. Wer diese Maschine abgeschossen hatte, wussten sie zwar nicht, aber da sie selber keine Flugzeuge besitzen, musste es sich natürlich um eine Feindmaschine handeln. Also machten sie sich auf, um die Piloten festzunehmen, die sich in solchen Fällen mit dem Schleudersitz retten.
    Erst am Unglücksort sahen sie dann, was los war.

Nur zwei Beobachtungen passen bei diesem Szenario nicht.
Einmal die Verlegung von Buk-Batterien in das Gebiet und die verstärkten Radartätigkeiten in den Tagen zuvor.
Dann die undisziplinierten und betrunkenen Soldaten, die die Buks abgeschossen haben sollen. Das passt in meinen Augen irgendwie nicht zu einem faschistischen Ausbildungslager.

[Update]
Muss mich grad korrigieren: scheint so, dass die besagte BUK312 eine derjenigen war, die kurz zuvor in das Kampfgebiet verlegt wurden.

Das könnte heißen, dass eine solche „Operation“ für die nähere Zukunft zwar generalstabsmäßig geplant war, aber von den besoffenen Faschos, die gerade den Geburtstag eines Kameraden feierten, durchkreuzt wurde, bloß weil sie von der eigenen Armee angegriffen wurden.
Dann wäre alles stimmig.

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2 Antworten to “Abschussursache: Menschenverachtung und Dummheit? [Update]”

  1. […] arnarscho hat übrigens eine weitere Theorie zu Flug MH-17 parat. Abschussursache: Menschenverachtung und Dummheit? […]

  2. Em Lisboa, anitnamegte era legal pintar o muro do Regimento de Artilharia 1 em Campolide. Não sei se ainda é mas penso que sim. Não vejo mal nenhum grafitar paredes de cimento de viadutos e vias rapidas. Na Av. Lusiada ora grafitam, ora vai lá a camara pôr remendos que ficam piores, nos tuneis junto ao Colombo idem, nos muros da CRIL idem, eixo Norte-Sul idem, etc…

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