Historische Fehlbesetzung

Merkel ist eine historische Fehlbesetzung bisher (noch) unbekannten Ausmaßes. Sie hat es geschafft, Europa innerhalb von zwei Jahren in einen einzigen Sauhaufen von Streithähnen zu verwandeln. Das ist kein schönes Europa mehr.

Die deutschen kleinkarierten Nationalisten reden nur noch auf Bildzeitungsniveau davon, dass die anderen – allesamt faulen und verschwendungssüchtigen – Europäer nur an unseren Geldbeutel wollen.
Solange die Deutschen an Europa gut verdient haben, war ja noch alles ok, aber jetzt, wo wir als die weitaus stärkste Wirtschaftsmacht in unserer Währungsunion auch mal die uns gebührende Verantwortung übernehmen müssten, kneifen sie den Arsch zusammen. Die kleinkarierten und hässlichen Spießbürger, die wir immer schon waren, kommen wieder voll zum Vorschein.

Merkel ist ja aus der DDR nie herausgekommen, und wenn, dann höchsten bis nach Moskau. Vom vielfältigen kulturellen Leben in Europa konnte sie sich also nie ein Bild machen.
Aber selbst die, die es besser wissen müssten, weil sie die ganzen Jahre immer gern nach Griechenland, Italien oder Spanien in Urlaub gefahren sind, um dort das „dolce vita“ zu genießen, hetzen jetzt über die faulen Südländer. Dann sollen sie doch ihren nächsten Urlaub konsequenterweise im Ruhrgebiet verbringen. Dort herrscht wenigstens noch Ordnung.

Schäuble hat das Bundesverfassungsgericht gewarnt, eine Verschiebung des ESM „könnte eine erhebliche Verunsicherung der Märkte bedeuten“. Dabei war er es doch zusammen mit Merkel, die mir ihrer Kahlschlagpolitik und Rausschmeißdrohungen das Desaster in Europa erst richtig angerichtet haben. Ein ESM wäre ohne diese Politik gar nicht nötig geworden.

Sowohl Kohl als auch Schröder – die ich beide nicht sonderlich mag – hätten diese einmalige historische Chance aber wenigstens erkannt und sich zum Retter Europas aufgeschwungen. Man würde in Europa heute die deutsche Fahne schwenken, statt sie zu verbrennen, aber das scheint dem deutschen Michel, der das Ausland nur als ClubMed „all inclusive“ betrachtet, nichts wert zu sein.
Wie’s aussieht, verstehen die meisten Deutschen überhaupt nicht die Dimension, um die es da gerade geht. Eine Nummer zu hoch.

Ihre Enkel werden das dann im Geschichtsunterricht lernen und fragen: „Opa, hast du die Merkel damals auch gewählt?“

Übrigens: Hitler war auch mal eine zeitlang der beliebteste Politiker Deutschlands.

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