Letzte SED-Funktionärin bekämpft einsam den Kapitalismus

Nein, ich meine jetzt nicht Sahra Wagenknecht, die ja zunehmend Unterstützung findet, mittlerweile sogar in konservativen Kreisen.

Gemeint ist natürlich Merkel, die immer noch eisern an ihrem Sparkurs festhält.
Bevor man ihr jetzt aber ein Scheitern ihrer Sparpolitik vorwirft, muss man sich natürlich zuerst fragen, welches Ziel sie überhaupt mit dieser Politik verfolgt.
Ihre öffentlichen Äußerungen, die vor allem aus „blah, blubb…“, einer Aneinanderreihung von immer gleichen Textbausteine bestehen, bringen da wenig Licht ins Dunkel. Sie ist eine Meisterin des wortreichen Nicht-Aussagens.

Suchen wir also weiter und schauen uns die Auswirkungen ihrer Politik an. Da wird’s schon eindeutiger: seither kommen in Europa nur noch „linke“ Parteien an die Macht. Wenn man Merkel nicht unterstellen will, sie wäre strohdumm – und wer würde das schon tun -, muss also Kalkül dahinter stecken.

Dann die ständigen Attacken auf Griechenland, auch die wohlkalkuliert. Während Merkel auf dem G8-Gipfel mit den anderen Teilnehmern feierlich erklärt, Griechenland müsse im Euro bleiben, macht Schäuble zuhause Stimmung für einen Rauswurf Griechenlands, wofür es zwar keine rechtliche Handhabe gibt, aber egal, wer kümmert sich schon um Recht und Gesetz in diesen Zeiten? Hat Schäuble doch eh noch nie interessiert.

Hauptsache, die Finanzmärkte werden verunsichert.
Und hier kommt der letzte Puzzle-Stein ins Spiel. Der internationale Bankenverband IIF befürchtet Schlimmstes:

Die Folgen eines solchen Schrittes lägen „irgendwo zwischen einer Katastrophe und dem Weltuntergang“.

Weltuntergang vor allem für die Banken, sollte man allerdings noch hervorheben.
Denn wenn man bedenkt, dass die Banken mit der zehnfachen Summe der jährlichen Weltwirtschaftsleistung untereinander durch alle möglichen Wetten verschuldet sind, könnte ein kleiner Schneeball eine weltweite Lawine auslösen.
Deshalb nennt man ein solches System ja auch ein Schneeballsystem.

Aber zurück zu unserer Ausgangsfrage: wenn Merkels Politik zum Ziel hat, weltweit die Banken zu zerschlagen und gleichzeitig in allen Ländern „linke“ Regierungen zu installieren, muss man anerkennen, dass ihre Politik des Aussitzens hocheffizient ist. Auf normalem, demokratischem Weg wäre das nicht möglich.

Da könnte Sahra Wagenknecht noch so viele fundierte Bücher schreiben.

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2 Antworten to “Letzte SED-Funktionärin bekämpft einsam den Kapitalismus”

  1. 😀 I did schmunzel.

  2. […] arnarscho: Arno kann das, was mir oft schwerfällt: den täglichen Wahnsinn mit Humor sehen. So schreibt er z.B. einen netten Artikel über Merkels Politik mit dem Titel "Letzte SED-Funktionärin bekämpft einsam den Kapitalismus" […]

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