Ein Lob auf unsere Regierung

Arnos Schwatzer Block ist sich ja für nichts zu schade, wie sich schon herumgesprochen haben sollte.
Falls nicht, muss ich jetzt zum Beweis mal unsere Regierung loben.

Achtung! Das ist keine Ironie, höchstens Zynismus!

Wie ich da gerade im SPON lese, kritisiert eine US-Denkfabrik, dass Deutschland Kürzungen im Verteidigungshaushalt vornehmen will:

Ein schwaches Deutschland ohne die Fähigkeiten zu weltweitem Eingreifen wird unausweichlich die Nato schwächen.

Na prima! Fordern wir doch schon seit ewig: Frieden schaffen mit immer weniger Affen.

Oder der ehemalige Verteidigungsminister Robert Gates:

Einigen Mitgliedsländern warf er vor, ihre eigenen Verteidigungsausgaben zu kürzen und die USA gezielt auszunutzen, die mittlerweile 75 Prozent der Nato-Kosten schultern.

Kein Wunder, sie zetteln ja auch 100 Prozent der Kriege an.
Dann kritteln sie noch an Westerwelle und seiner damaligen Enthaltung zum Libyen-Angriff herum, die ich auch richtig fand.

Deshalb, Merkel, Westerwelle: weiter so!

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Eine Antwort to “Ein Lob auf unsere Regierung”

  1. Das liegt aber mitnichten an der friedlichen Aufrichtigkeit Merkels und Westerwelles, sondern daran, dass sie des Volkes wegen nicht anders können.

    Die Erfahrung des 2. Weltkrieges haben das deutsche Bewusstsein kollektiv geprägt. Es gibt bei uns, so mein Empfinden, eine unsichtbare Grenze der Akzeptanz, was militärisch „gerade noch so geht“ und was die Bundeswehr aus guten historischen Gründen nicht zu machen hat. Deshalb muss die Politik ja auch immer tricksen, wenn sie wieder einen Auslandseinsatz der BW beschließt. Noch immer und trotz oder wegen Guttenberg, meiden die deutschen Politiker das Wort „Krieg“.

    Außerdem wollen wir Deutschen „nette Soldaten“ haben, die nur so weit wie nötig martialisch wirken dürfen. Sie sollen Brunnen bauen, Frauen beschützen und Schulen errichten und nicht Krieg führen. Die Deutschen bemühen sich inständig, Tucholskys bewachten Kriegschauplatz zu widerlegen. Wir sind jetzt anders…

    Was den Amerikanern im Gegensatz zu uns Deutschen fehlt, ist die traumatische Erfahrung der absoluten Niederlage. Nicht, das sie keine Erfahrung mit verlorenen Kriegen hätten, aber die Zerstörung des Landes und einem großen Teil der eigenen Identität haben sie noch nicht mitgemacht. Ich glaube aber, dass ihnen das mittelbar bevor steht.

    Liebe Grüße

    Olaf

    P.S. Lieber Arno, ich habe mir einen neuen Blog zugelegt und würde mich freuen, wenn Du bei Gelegenheit mal vorbeischaust. ;o)

    http://radwechsel.net

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