Schrecklich: Bayern veröffentlicht „Mein Kampf“

Nachdem ich grade meinen Artikel über die Piraten und die NSDAP geschrieben habe, lese ich im SPON, dass Bayern jetzt tatsächlich plant, eine kommentierte Ausgabe von „Mein Kampf“ herauszugeben. Darüber regt sich natürlich keiner auf, außer mir. Sie machen das nämlich auch nur, weil ihre Urheberrechte 70 Jahre nach Tod des Künstlers, also Ende 2015 ablaufen.

Ja, Bayern hat das Vermögen Hitlers geerbt, eine Tatsache, die sich nur schwerlich leugnen lässt.

Dass sie aber erst jetzt, und nicht schon vor 60 Jahren, ein Schulbuch herausbringen wollen, verwundert schon.
Ich wollte das Werk (unkommentierte Originalausgabe) auch mal lesen, bin aber bereits nach wenigen Seiten gescheitert, weil ich mir diesen geistigen Dünnschiss nicht mehr antun konnte. Das war schlimmer als 1000 Piraten im Vollsuff.

Und so frage ich mich natürlich, warum dieses entlarvende Werk nach Kriegsende nicht mehr veröffentlicht wurde.
Und wie es überhaupt sein kann, dass ein solches Buch von einem, der die ganze Welt ins Verderben gestürzt hat, der Öffentlichkeit vorenthalten werden kann.
Es handelt sich dabei schließlich um ein Zeugnis der Weltgeschichte, wenn auch nicht gerade des schönsten Kapitels.

Auch aus solchen Gründen ist die Reform des Urheberrechts dringend notwendig.
Und mehr Ehrlichkeit im Umgang mit der Geschichte sowieso.

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