Archiv für September, 2011

Finanzwelt feiert Piraten

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , , on 21. September 2011 by arnarscho

Oh, wie tief muss unsere sogenannte Regierung im Ansehen der Finanzwelt schon gesunken sein, dass jetzt sogar die Financial Times Deutschland in den Piraten die letzte Hoffnung für Deutschland sieht.
Ok, ich übertreib mal wieder ein bisschen, trotzdem lesenswert: Piraten sind mehr als naive Netznerds.

Finde Die Partei

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , , on 20. September 2011 by arnarscho

Als ich am Sonntag das Balkendiagramm der ersten Hochrechnung der Berlinwahlen sah, war ich zunächst etwas verwirrt, bis ich begriff, dass der dünne gelbe Strich der „Balken“ der FDP ist. Und der orange Turm nebendran der der Piraten.

Danke an den netten Herrn Rösler für diese geordnete Insolvenz. Denn Rösler meint es wirklich ehrlich, wenn er sagt, die deutsche Politik käme nicht ohne eine liberale Partei aus. Die Konsequenz, die daraus folgt, nämlich, dass er deshalb die FDP „abwickelt“, um Platz zu machen für eine moderne, liberale Partei, hätte ich ihm allerdings nicht zugetraut. Da habe ich ihn echt unterschätzt.
Und Dank natürlich auch an Westerwelle, Lindner, Brüderle und all die andern „mitfühlenden“ Liberalen, die uns unsägliche Freude beschert haben.
Nur um die Sabine, die mit dem langen Nachnamen, die bis zuletzt die liberale Fahne hochgehalten hat, tut’s mir leid.

Die Künast will jetzt genau analysieren, wieso so viele Wähler von den Grünen zu den Piraten übergelaufen sind. Da braucht sie doch nur in den Spiegel zu schauen. Bevor mich jetzt jemand falsch versteht: gemeint ist damit nicht das ehemalige Nachrichtenmagazin.

Sogar die Merkel hat schon mitgekriegt, dass auch CDU-Wähler zu den Piraten abgewandert sind, deshalb hat sie gesagt, will sie jetzt auch Internet machen, um Tante Hedwig davon zu überzeugen, doch lieber weiterhin die CDU statt den Piraten zu wählen.

Drollige Versuche, Wähler zu halten, oder gar zu gewinnen, vor allem unter den heißbegehrten jungen Gebildeten.
Die Internetausdrucker verstehen’s einfach nicht. Sie verstehen noch nicht mal, dass sie es nicht verstehen.

Es geht nämlich nicht ums Internet. Es geht um Freiheit, Transparenz, Offenheit, also um urbürgerliche und urdemokratische Werte, die alle unsere Parteien verraten haben.

Das Internet ist ein ideales Mittel, diese Werte wieder herzustellen, wenn man damit umgehen kann. Die Piraten sind anscheinend die einzige Partei, die das kann.
Daran ist aber nicht das Internet schuld.

Die Griechen sind die Größten

Posted in Politik, Wirtschaft with tags , on 15. September 2011 by arnarscho

Ein kleines Land am Rande Europas bringt die weltweiten Finanzmärkte derart ins Wanken, dass sich sogar schon die USA und China in die Debatte einschalten.
Da ist doch was faul. Nicht nur im Staate Griechenland, sondern auch an den Finanzmärkten.

Als neulich Lehman Brothers pleite ging, brach auch das Schneeballsystem von Madoff zusammen, das unter den Augen der SEC, der Börsenaufsicht, entstand. Sein Schneeballsystem, für das ihm 150 Jahre Knast aufgebrummt wurden, bestand darin, immer neue Kunden zu gewinnen, um die alten bei Laune zu halten, also [Trommelwirbel, Fanfaren…] ständiges Wachstum zu generieren.
Die ungewöhnlich hohe Strafe erhielt er deshalb, weil er das ganze System zu offensichtlich vorgeführt hatte.

Und das ganze System, das auch unter den Augen der SEC und anderer Aufsichten entstand, droht jetzt zu platzen, weil sich ein kleines, wirtschaftlich eher unbedeutendes Land heruntergewirtschaftet hat?

Ja.
Weil durch die vielen Finanzprodukte, die den Mehrwert unserer Arbeit potenziert und dadurch unseren angeblichen Wohlstand (zumindest statistisch) vermehrt haben, natürlich auch Verluste potenziert werden.

Das wurde bisher nicht wirklich berücksichtigt, weil stets die Gesellschaft die Verluste übernommen hat. Aber jetzt hat auch die sich übernommen. Und da trifft es bekanntermaßen die Schwächsten zuerst.
Deshalb sollten wir aufhören, über die Griechen zu schimpfen, sondern sie als das sehen, was sie wirklich sind: die Frontkämpfer an der Finanzfront, die uns alle überrollen wird, wenn wir auf diesen billigen Populismus hereinfallen.

Wenn die Griechen mit ihrer Faulheit das komplette Weltfinanzsystem zum Absturz bringen, sollte das doch vielmehr ein Grund zum Feiern sein, oder?

Bei Dionysos und Diogenes.
Einen Ouzo, bitte!

Wie wir Griechenland und die Schweiz retten

Posted in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft with tags , on 12. September 2011 by arnarscho

Sogar relativ billig, mehr oder weniger ein Nullsummenspiel, aber auf mich hört ja mal wieder keiner.

Griechenland hat ja nicht nur ein paar, sondern eine Menge Probleme, die so schnell, wie die Politik es gerne hätte, nämlich bis zur nächsten Wahl, nicht zu lösen sein werden, das ist mittlerweile jedem klar. Deshalb will ja auch keiner mehr deren Staatsanleihen.

Die Schweiz hat hingegen ein Luxusproblem, weil plötzlich alle den Franken kaufen wollen, weshalb sich die Zentralbank genötigt sah, den Notstand auszurufen und den Franken an den Euro zu koppeln, damit er nicht in unermessliche Höhen steigt.
Um das angepeilte Kursziel zu erreichen, muss die Schweizer Zentralbank Euro-Anleihen aufkaufen, zur Not in unbegrenzter Höhe. Das ist nicht ohne Risiko, wenn man sich den Zustand des Euros zur Zeit so anschaut. Ruck-Zuck wäre dann auch der Franken weniger wert, als den Schweizern lieb sein könnte.

Die Rettungsidee besteht jetzt darin, den Schweizer Franken dosiert mit dem Griechischen Virus zu infizieren, sodass durch die allergische Reaktion der Märkte eine Win-Win-Win-Situation entsteht.
Und zwar folgendermaßen:

Wenn die Schweiz unbedingt Euro-Anleihen kaufen will, verkaufen wir ihnen zuerst mal den Ladenhüter „Langjährige Griechenland-Anleihen“. Sobald sich das an den Märkten herumspricht, werden die Investoren in panischem Entsetzen sofort aus dem Franken fliehen.

Die Schweiz wäre dadurch der erste Gewinner, weil sie nur relativ wenige Euro-Anleihen aufkaufen müsste, die zwar riskant wären, aber in der Summe überschaubar, im Vergleich zu dem Risiko, das sie jetzt eingeht.
Der Ruf des Franken als letzter sicherer Hafen wäre für Jahre geschädigt und sein „natürlicher“ Kurs dadurch wiederhergestellt.

Griechenland wäre der nächste Gewinner, weil seine langjährige Finanzierung gesichert wäre, und der Umbau zu einem effizienteren Wirtschaftssystem systematisch und strukturiert, ohne den ständigen Druck der Märkte und Merkels erfolgen könnte. Dann bestände zumindest die Chance, dass am Ende auch was brauchbares rauskommt.
Denn mal ehrlich, wer glaubt denn noch, dass bei der Hetzjagd, die derzeit veranstaltet wird, Griechenland wirklich gerettet werden kann?

Der dritte Gewinner wäre schließlich der Euro, weil mit dem Outsourcing des Griechenland-Problems bewiesen wäre, dass Euro-Land allen Unkenrufen zum Trotz handlungsfähig ist und seine glorreichen Führer über ökonomischen Sachverstand oberhalb des Niveaus einer Eintagsfliege verfügen.

Aber weil das offensichtlich nicht der Fall ist, hört mal wieder keiner auf mich.

3 * 9/11

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , , on 11. September 2011 by arnarscho

Es ist ja schon beängstigend, wenn man die Diskussion um 9/11 seit zehn Jahren so verfolgt, wieviele Menschen – auch gebildete – die offizielle Version der Ereignisse, die ihr von einer Regierung, von der jeder weiß, dass sie ständig lügt, aufgetischt wurden, nicht nur einfach so schlucken, sondern auch noch mit beinah religiösem Eifer verteidigen und jeden, der das macht, was man als selbständig denkender Mensch tun sollte, nämlich Fragen stellen, wenn man etwas nicht verstanden hat, als Spinner abtun.

Kurz gesagt: gefühlte 9/11 der Bevölkerung sind gehirngewaschen und verteidigen das auch noch.

Meine Leser gehören definitiv nicht dazu, ganz im Gegenteil, denen ist nicht mehr zu helfen.
Deshalb ist es jetzt eigentlich sinnlos, dass ich die folgenden Filme des Tages hier vorstelle, aber vielleicht kennt der eine oder andere den einen oder anderen ja noch nicht, oder weiß nicht, was er an diesem öden Sonntag anfangen soll, weil im Fernsehen nur Gehirnwäsche läuft.

Hier ist das 5-Stunden-Verschwörungsprogramm:

Der erste Film mit dem etwas reiserischen Titel „9/11 Was steckt wirklich dahinter?“ ist eine italienische Produktion, die im Österreichischen Fernsehen gezeigt wurde. Sehr fehrnsehmäßig professionell gemacht, trotzdem sehenswert.

http://vimeo.com/8647842

 

Dann der Klassiker „Loose Change“, in der Version 2.0 und deutsch synchronisiert.
 

http://www.youtube.com/watch?v=RCA8GDjAfeM

 

„Zeitgeist“ habe ich über meinen Sohn kennengelernt. Der Film spannt den Bogen etwas weiter, indem er bei den alten Ägyptern und dem Sonnengott beginnt und mit unserem Geldsystem endet.


http://www.dailymotion.com/video/x9aa6a

Diese Amateur-Terroristen…

Posted in Gesellschaft with tags , , on 10. September 2011 by arnarscho

…die da in Berlin aufgeflogen sind, weil sie Chemikalien im Internet bestellt haben, das klingt alles sehr plausibel.
Nee, echt!

Dass sie anscheinend keine Verbindung zu anderen terroristischen Gruppen („al Qaida“) hatten, bestätigt die Annahme, dass es echte Amateure waren.
Professionelle Terroristen kaufen ihre Ausrüstung nämlich nicht im Internet, sondern über einen Mittelsmann bei CIA. Diskret und sicher.

Kühlkissen!!!
Welcher ernstzunehmende Terrorist, der was auf sich hält, baut denn Bomben aus Kühlkissen?
Das waren keine Terroristen, sondern Stümper, die beim ersten gelungenen Versuch, aus Kühlkissen Sprengstoff herzustellen, höchstens sich selber in die Luft gejagt hätten.
Wie gesagt, echte Terroristen kaufen das Zeug fix und fertig samt Zünder bei CIA, so ’ne Art C&A für Terroristen. Für die neuesten, trendigen Sprengstoffgürtel und -unterhosen.

Dass jetzt schon solche Amateure – aus gegebenem Anlass – für mediale Kampagnen eingespannt werden müssen, zeigt, wie schlimm es um die echte Terrorszene bestellt sein muss.
Innerhalb von nur zehn Jahren der Abstieg von den Twin Towers zu den Twin Berliners.

Fällt am Schluss der Terror gar der Finanzkrise zum Opfer, weil das CIA ihn nicht mehr bezahlen kann?