Ich wollt, ich wär im Sicherheitsrat

Scheinbar bin ich jetzt wieder der einzige, der Guido verteidigen muss.

Aber Arnos Schwatzer Block, der Rächer der Geächteten, ist sich für nichts zu schade. Als vaterlandsloser Geselle halte ich sowieso nicht viel von einem ständigen deutschen Sitz im UNO-Sicherheitsrat. Der wäre nämlich auch mit ständigen deutschen Kriegseinsätzen verbunden, so wie jetzt.

Dafür danke ich Guido, und natürlich seiner Mutti, dass sie mit ihrer einsamen Nicht-Entscheidung diesen Sitz für längere Zeit verhindert haben. Und lasst die bösen Zungen doch behaupten, dass sie den Sitz allein aus Wahlkampfgründen über Bord geworfen hätten, denn „entscheidend ist, was hinten rauskommt“.

Sogar was den aktuellen Einsatz in Libyen angeht, bin ich mit Guido einer Meinung, wenn auch aus anderen Gründen. Ich halte Kriegseinsätze generell für keine gute Lösung. Je mehr Waffen im Spiel sind, desto mehr Tote gibt es am Ende.
Ich bin aber auch nicht wirklich gegen den Einsatz, weil noch eine Restchance besteht, den Irren mitsamt seiner Brut relativ schnell loszuwerden.

Enthaltung also.

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2 Antworten to “Ich wollt, ich wär im Sicherheitsrat”

  1. ja, arno, mir gehts genau so. bin auch gegen gewalt, aber wenn gewalt leid und ungerechtigkeit beendet muss man drüber nachdenken. ist genau so wie wählen gehn. man kann nicht das wählen was man möchte da es das nicht gibt, aber wenigsten das kleinere übel. die beste lösung wäre dann wirklich ein darmverschluss bei herrn gaddafi der zum tode führt und durch arschkriecherei von herrn westerwelle entstanden ist.

  2. Ich glaube, die Causa Libyen offenbart ein Dilemma der Aufgeklärten. All jene, die weder in die eine noch in die andere Richtung weit genug denken, haben es leicht. Die sind dafür oder dagegen, gerade so, wie sie gefärbt sind.
    Die Informierten aber haben es schwer. Die wissen nicht nur, dass Merkel erfolglos einen auf Schröder machen und Wahlkampfpunkte sammeln wollte, die wissen auch, dass Merkel, Westerwelle, und so manch anderer aus deren Reihen, oft genug mit Gaddafi ins Bett gegangen sind. Sie wissen wer die Waffen verkauft und hergestellt hat, mit denen der durchgeknallte Wüstensohn jetzt sein Volk ermordet. Kurz, die Aufgeklärten wissen, dass es nicht um Freiheit und Demokratie geht, sondern zuerst um Öl und dann um Wasser. Oder umgedreht.

    Um Gaddafi aufzuhalten, ach was, einzufangen und zu verurteilen, müsste man andere Dinge tun, als Krieg führen. Aber würde „man“ das machen, müsste „man“ auch Merkel, Westerwelle, Sarkozy, Obama, 2 x Rasmussen, Cameron und wie sie nicht alle heißen, einfangen und verurteilen. Das sind nämlich die Huren der Umstände.

    Am Ende müsste „man“ noch Knäste bauen.

    Oder einfache Werkzeuge aus drei Balken.

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