Archiv für März, 2011

Nur Lügen sind glaubwürdig

Posted in Politik with tags , on 31. März 2011 by arnarscho

Neues aus dem Tollhaus: Brüderle könne keine glaubwürdige FDP-Politik mehr verkörpern, sagte ein Mitglied der Bundesvorstandes.

Er hat sich nämlich zweier kapitaler Vergehen schuldig gemacht: erstens hat er die Wahrheit gesagt, was im trauten Freundeskreise ja noch zu verzeihen wäre, wenn ihm nicht noch zweitens dieser sogenannte Protokollfehler unterlaufen wäre. Nicht, dass seine Aussage falsch wiedergegeben worden sei, wie glaubwürdigerweise behauptet wird, war der eigentliche Fehler, sondern, dass die Wahrheit im Protokoll stand und unzensiert veröffentlicht wurde.

Damit macht sich ein FDP-Politiker also unglaubwürdig.
Sehe ich auch so, denn wer würde an einen ehrlichen FDP-Politiker glauben?

[Nachtrag]
Bevor hier der falsche Eindruck entsteht: ich will damit nicht Brüderle als ehrlichen Politiker entlarven.

Die Dagegen-Regierung

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , , , on 29. März 2011 by arnarscho

Merkel schaltet die alten AKW ab, Westerwelle will keinen Krieg, und jetzt kommt auch noch Bahnchef Grube und verkündet den kompletten Bau- und Vergabestopp für S21, etwas, was nach seinem eigenen Geschwätz von letztens angeblich gar nicht möglich wäre.

Wieso das denn jetzt? Weiß der etwas, was wir noch nicht wissen, etwa die ersten Hochrechnungen des Stresstests? Ahnt er, dass er ohne tatkräftige Unterstützung eines Rambo-Ministerpräsidenten und seiner Schlägertruppen dieses Projekt nicht durchdrücken kann? Oder hat er gar Merkel beim Wort genommen, als sie die Baden-Württemberg-Wahl zur Volksabstimmung über S21 erklärte?

Jetzt ist plötzlich auch die FDP gegen Kernkraft und morgen womöglich noch gegen Steuersenkungen.
Aber gegen was soll denn der Wutbürger noch sein, mit solch einer technologie- und innovationsfeindlichen Regierung?

Gegen die Regierung?

Atommacht Grüne

Posted in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft with tags , on 28. März 2011 by arnarscho

Größter anzunehmender Umsturz: die Baden-Wütenbürger verjagen Mappus Annus (der „Einjährige“, und nicht das, was ihr jetzt schon wieder denkt, das wird nämlich nur mit einem ’n‘ geschrieben, pfui, schämt euch!) schwabenstreichartig vom sicher geglaubten Thron.
Und der Super-GAU daran: der Atomkonzern EnBW fällt in die Hände der Bolschewisten Grün-Roten.

Und die haben mit dem Atom-Ei, das ihnen Mappus Annus Locusta, die Gemeine Einjährige Heuschrecke, in’s Nest gelegt hat, jetzt erst mal ein Problem: einen Konzern, der aller Voraussicht nach sein Geld nicht mehr wert ist.
Die Ironie der Geschichte daran ist, dass die (designierte) grün-rote Regierung selber solch einen Aufkauf NIE hätte durchführen können, ohne Aufstand des BILDungsbürgertums. Planwirtschaft, Sozialismus, Bolschewismus und schließlich Untergang des Abendlandes, hatten wir ja schon öfter.

Die Grün-Roten erben von Schwarz-Gelb also etwas, was sie selber nie hätten kaufen können: einen verstaatlichten Energiekonzern. Und zwar einen, der sich aufgrund seiner Fixierung auf Atomkraft vorläufig nicht mehr verkaufen lässt.
Bessere Bedingungen, eine Energiewende einzuläuten, gibt es eigentlich nicht.

Denn wer wollte denn noch widersprechen, wenn ausgerechnet die Schwaben sagen: Wir können alles, außer Atomkraft.

Ich wollt, ich wär im Sicherheitsrat

Posted in Politik with tags on 19. März 2011 by arnarscho

Scheinbar bin ich jetzt wieder der einzige, der Guido verteidigen muss.

Aber Arnos Schwatzer Block, der Rächer der Geächteten, ist sich für nichts zu schade. Als vaterlandsloser Geselle halte ich sowieso nicht viel von einem ständigen deutschen Sitz im UNO-Sicherheitsrat. Der wäre nämlich auch mit ständigen deutschen Kriegseinsätzen verbunden, so wie jetzt.

Dafür danke ich Guido, und natürlich seiner Mutti, dass sie mit ihrer einsamen Nicht-Entscheidung diesen Sitz für längere Zeit verhindert haben. Und lasst die bösen Zungen doch behaupten, dass sie den Sitz allein aus Wahlkampfgründen über Bord geworfen hätten, denn „entscheidend ist, was hinten rauskommt“.

Sogar was den aktuellen Einsatz in Libyen angeht, bin ich mit Guido einer Meinung, wenn auch aus anderen Gründen. Ich halte Kriegseinsätze generell für keine gute Lösung. Je mehr Waffen im Spiel sind, desto mehr Tote gibt es am Ende.
Ich bin aber auch nicht wirklich gegen den Einsatz, weil noch eine Restchance besteht, den Irren mitsamt seiner Brut relativ schnell loszuwerden.

Enthaltung also.

Mein Freund, der Tyrann

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , , , , on 16. März 2011 by arnarscho

Bei dem kläglichen Bild, das unsere Regierung zur Zeit abgibt, kann sie ein bisschen Lob sicher gebrauchen. Aber ausgerechnet von Gaddafi, nicht unbedingt der Wahlkampfknüller. Haben sie denn keine besseren Freunde mehr? Wundert mich nicht wirklich.

Spätestens jetzt müssten doch auch geistige Tiefflieger wie Westerwelle merken, dass sie irgendetwas verkehrt machen.
Vielleicht machen sie aber auch alles richtig, weil sie auf dicke Geschäfte mit ihrem Freund hoffen. Waffen gegen Öl und so, ist ja besser als selber Krieg führen.

Und Guido freut sich schon, wenn er seinem neuen Freund in den Arsch kriechen kann.
Ganz romantisch im Zelt.

Gottes Hand, Heiliger Krieg und Teufels Werk

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , , , , on 13. März 2011 by arnarscho

Merkel hat die Terrororganisation „Gottes Hand“ für die schweren Anschläge in Japan verantwortlich gemacht. Mit bisher geschätzten 11.000 Toten war dieser Anschlag 3/11 doppelt so tödlich wie jener 9/11, der bin Laden und seinem „Heiligen Krieg“ zugerechnet wird.

Dies sollte Anlass sein, eine neue sicherheitspolitsche Debatte zu eröffnen. Bekämpfen wir wirklich die richtigen Terroristen, die paar Taliban? Und lassen die fundamental-religiöse Organisation „Gottes Hand“, die ja für einige schwere Anschläge in den letzten Monaten verantwortlich war, einfach laufen?

Wir müssen umdenken und die üblichen Terrorbekämpfungsgesetze auch hier anwenden.
Sympathisanten dieser Organisation sollten nachrichtendienstlich überwacht werden und keine öffentlichen Ämter mehr übernehmen dürfen.
Der politische Arm von „Gottes Hand“, die Parteien, die sich mit dem Zusatz „christlich“ offen zu diesem Terror und der Vernichtung der Schöpfung bekennen, müssen verboten werden.

Auch Teufels Werk sollten wir dabei nicht vergessen: welcher Teufel stellt denn ein Atomkraftwerk in solch eine Gegend?
Welcher Teufel kommt denn überhaupt auf die Idee, solch gefährliche Technik einzusetzen und „Gottes Hand“ damit erst die benötigte Angriffsfläche zu bieten?
Bezeichnenderweise sind das die besten Amigos besagter christlichen Vereinigungen.

Biosprit, die Revolution

Posted in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft with tags , , , on 9. März 2011 by arnarscho

Wie die Regierung unter Merkel die Planwirtschaft in der BRD einführen wollte, getarnt als Klimaschutz-light.

Die Idee ist ja bestechend einfach: wir verheizen Lebensmittel im Benzin, dadurch steigen die Lebensmittelpreise weltweit, was wiederum in der dritten Welt zu Revolten führt. Und irgendwann auch bei uns.
Gib Gas, ich will Revolution!

Nun sind die Deutschen aber keine Freunde der Revolution und goutieren den Biosprit schon mal gar nicht, sofern er nicht mindestens aus ökologischem Anbau stammt, sondern tanken lieber das teurere Super-Plus, selbst wenn sich an der einzigen Zapfsäule, die diese Sorte vorhält, lange Schlangen bilden. Halb so wild, kennen wir ja noch aus der letzten Ölkrise.

Weil sich Super-Plus aber nicht in beliebigen Mengen herstellen lässt, droht diesmal der absolute Super-GAU: es gibt keinen vernünftigen Sprit mehr.
Spätestens dann bricht auch in Deutschland die Revolution aus.

Die haben die Ölkonzerne ja erst mal abgewendet, indem sie wieder das liefern, was sich auch verkaufen lässt. Super. Marktwirtschaft wurde das früher genannt.
Und tatsächlich scheint der deutsche Michel, sonst nicht gerade als Hort der Intelligenz verschrien, auch in diesem Fall intelligenter zu sein als seine Regierung.

Einen Standard einzuführen, der bei einem Wirkungsgrad von (optimistisch) geschätzten 0% einen enormen Flächenverbrauch zur Folge hat, macht für normal denkende Menschen – selbst mit abgebrochener Schulausbildung – keinen Sinn. Politisch jedoch ergibt das sogar einen höheren Sinn, weil dadurch sinnlose Arbeitsplätze geschaffen werden. Ganze Industriezweige, von den Bauern über die Maschinenbauer bis zur chemischen Industrie, werden damit beschäftigt sein, letztendlich wertvolles Erdöl in billigen Biosprit umzuwandeln. Das dann auch noch als Umweltschutz zu verkaufen, ist eine Verhöhnung all derer, die sich ernsthaft Sorgen um unseren Planeten machen.

Jetzt rächt sich die Placebo-Politik, die die Probleme nicht wirklich löst, es noch nicht mal ansatzweise versucht. „Gut gemeint“ ist ein allzu gut gemeintes Urteil über diese Art von Politik, mit der immer nur aufgeschoben wird: soll doch jemand anderes die Probleme lösen, die wir verursachen.

Denn beim Auto hört beim Deutschen der Spaß auf. Für den Otto-Normalmotor nur das Beste. Da bleibt er hoffentlich hartnäckig, denn diesmal hat er die Macht: die Hand an der Zapfpistole.