Beim Geld hört die Freundschaft auf

Kohl hat den Euro eingeführt, Merkel schafft ihn wieder ab. Oder versucht es zumindest.
Diese Frau hat schon Macht: immer, wenn sie auf der europäischen Bühne auftritt und die geistigen Ergüsse der uckermärkischen Hausfrau zur internationalen Finanzpolitik offenbart, geht hinterher ein Land Pleite, das wir dann retten müssen.
Dass sie uns mit ihren Auftritten im Ausland keine Freunde schafft und den Zusammenhalt der Euro-Zone massiv gefährdet, nimmt sie entweder nicht wahr, oder in Kauf.

Da muss man sich schon Sorgen machen, mit welchem Sachverstand hier Finanzpolitik mit unserm Geld betrieben wird. Gut, man kann Merkel zugute halten, dass sie im ehemaligen Ostblock als Tochter eines strammen Partei-Pfaffen sozialisiert wurde und von daher naturgemäß ein gestörtes Verhältnis zum Geld hat, denn sonst wüsste sie: über Geld redet man nicht.

Man handelt, und zwar überfallartig, alternativlos, eine Technik, die sie im Bundestag ja auch beherrscht. Mit den Abgeordneten kann sie das auch machen, aber nicht mit Ackermann, der mag das nicht. Beteiligung privater Gläubiger ja, aber bitte keine deutschen.

Deshalb müssen jetzt erstmal Irlands Banken gerettet werden, indem das Volk ausgepresst wird, während Ackermann & Amigos drei Jahre Zeit haben, ihre Investitionen dort in Sicherheit zu bringen.

Worin unterscheidet sich eigentlich die „Rettung“ eines Landes von seinem Untergang?

Zunächst mal gar nicht: In beiden Fällen gibt es steigende Arbeitslosigkeit, rückläufige Staatseinnahmen, Kürzungen der Sozialleistungen, höhere Steuern (für Geringverdiener) und grassierende Armut.
Der einzige Unterschied besteht darin, dass nach einem Konkurs umgeschuldet wird und das Land danach nur noch einen Teil seiner Schulden zu tragen hat, während es bei seiner „Rettung“ auf dem vollen Schuldenberg sitzenbleibt.

Da der Schuldenberg, den die irischen Banken aufgetürmt haben, aber so hoch ist, dass er von dem kleinen Land nicht mehr zurückgezahlt werden kann, sondern zwangsläufig weiter steigt, wird man nach drei Jahren „Rettung“ überrascht feststellen, dass Irland Pleite und eine Umschuldung „alternativlos“ ist. Der einzige noch verbliebene Gläubiger ist dann aber der EU-Rettungsschirm, also die EU-Steuerzahler.

Das ist ein originelles Geschäftsmodell, nennt sich Insolvenzverschleppung.

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2 Antworten to “Beim Geld hört die Freundschaft auf”

  1. ne arno das ist keine insolvenz, hier haben die lenker des systms gemerkt, so zahlt das dooffe volk für den finanzscheiß den man angeschaft hat und alles ist gut. einfacher kommt man nicht an den geldbeutel der kleinen leute. außerdem ist für mich die brd auch pleite.

  2. Das meinte ich ja mit dem „Geschäftsmodell“: schnell noch mal das Volk aussaugen, bevor auch der letzte merkt, dass der Staat schon lange Pleite ist.

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