Archiv für Oktober, 2010

Bumsen für die Zukunft

Posted in Gesellschaft, Politik with tags on 26. Oktober 2010 by arnarscho

Mir persönlich gehen selbst die Forderungen von Attac noch nicht weit genug. Wir stopfen damit zwar gegenwärtige Haushaltslöcher, doch wie sieht es mit der Zukunft aus?
Seit Sarrazin wissen wir ja, dass es da nicht so gut um uns bestellt ist.

Man sollte daher noch eine weitere „Randgruppe“ der Gesellschaft besteuern: die, die Spaß am Sex haben, weil sie dabei keine Kinder zeugen.

Und diesmal muss mir sogar die Kirche recht geben: mit jedem Kondom wird ein zukünftiger Facharbeiter getötet und mit jeder Pille ganze Familien davon ausgerottet.

Deshalb: Drastische Steuererhöhungen auf alle Verhütungsmittel!
Und damit die Pharmaindustrie nicht jammert: Viagra auf Krankenschein!

Kiffen für die Rüstungsindustrie

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , on 26. Oktober 2010 by arnarscho

Attac zufolge gehen die derzeitigen Überlegungen der Bundesregierung noch nicht weit genug.
Dort macht man sich bereits Sorgen um die Rüstungsindustrie, die durch die geplante Verkleinerung der Bundeswehr ja auch stark gebeutelt wird.

Da die „Randgruppen“ Raucher und Säufer bereits ihren Beitrag leisten, könnte man ja auch noch die Kiffer hinzunehmen, und – wie derzeit in Kalifornien geplant und von Finanzinvestor George Soros unterstützt – Cannabis legalisieren, um dann sogleich die Steuern darauf zu erhöhen.

Ja, ihr Luschies von der FDP, so macht man Geld, ihr solltet euch mal in Free Dope Partei umbenennen.

Gegen eine Erhöhung der Cannabissteuer um – sagen wir mal – 5% hätte nicht wirklich jemand was einzuwenden und die Kiffer könnten sich endlich auch an der Rettung des Staates beteiligen, statt nur sinnlos herumzuhängen.

Saufen für die Wirtschaft

Posted in Gesellschaft, Politik with tags on 26. Oktober 2010 by arnarscho

Jetzt verstehe ich so langsam, was Merkel mit Herbst der Entscheidungen gemeint hat: alle Entscheidungen werden umgemünzt.
Brennelementesteuer, Bankenabgabe, Streichung der Ökosubvenstionen.
Haben wir was vergessen?
Ach ja, die Luftverkehrsabgabe, die – wer hätte es anders erwartet – „schwerwiegende Verwerfungen in der deutschen Wirtschaft“ verursacht.

Steuersenkerpartei FDP hat dafür natürlich schon eine Lösung parat: weil das mit der Tabaksteuer so prima geklappt hat, könnte man doch gleich noch die Alkoholsteuer mit erhöhen.
Trinken ist ja schließlich ungesund.

Damit hätten auch die Nichtraucher eine Gelegenheit, etwas für den Wirtschaftsstandort zu tun.
Und ich avanciere so langsam zum staatstragenden Bürger.

Rauchen für die Umwelt

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , on 25. Oktober 2010 by arnarscho

Und wieder einmal müssen die Raucher Deutschland retten.
Nachdem wir nun also schon für den Kampf gegen den Terrorismus und für die Rente (der andern) rauchen, jetzt auch noch für die Umwelt, weil Rauchen CO2-neutral ist.
Es gibt somit faktisch kein Gebiet mehr in Deutschland, das nicht durch die Tabaksteuer finanziert wird.
Sämtliche Haushaltslöcher werden in sozialer Verantwortung für das Gemeinwesen von den Rauchern gestopft.

Ich müsste mich ja glatt schämen, wenn ich Nichtraucher wäre.

EU-Politik 2.0

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , , on 24. Oktober 2010 by arnarscho

Demnächst kann jeder EU-Bürger mitmischen in der Politik, graphisch und interaktiv auf einem Niveau, wie wir es von unseren Politikern auch gar nicht anders erwartet hätten:

Wir sehen hier einen typischen EU-Abgeordneten in seinem isometrischen Büro, das up-to-date war, als das aktuelle Betriebssystem noch DOS hieß (für die jüngeren unter den Lesern: das war vor ca. 20 Jahren), für EU-Politiker also das non-plus-ultra.
Selbst die SIMS leben schon seit Jahren komfortabler und man fragt sich ernsthaft, ob moderne Graphikkarten dieses Format überhaupt noch unterstützen.

Aber ok, die Graphik ist ja nur zweitrangig, wenn die Idee dahinter überzeugt:

Statt für das Töten von Monstern, bekommt man bei „Citzalia“ seine Erfahrungspunkte für eher bürokratische Quests wie das Übersetzen von EU-Texten, oder wenn man einen bei anderen Nutzern beliebten Gesetzesvorschlag macht. Und statt für mehr Kraft oder Ausdauer der Spielfigur tauscht man die Punkte dann gegen eine schöne Topfpflanze für sein Büro oder ein Ringelshirt für den Avatar.

Ob das die Community vom Hocker reißt?
Übrigens, mit Avatar ist dieses Legomännchen gemeint.

Und damit wollen die den Bürgern die EU-Politik näherbringen? Ähäm.
Vielleicht den Erstklässlern. Wir warten dann doch lieber auf das Erweiterungspaket „Bestechung, Korruption, Intrigen“, das es erlaubt, eine von drei Rollen einzunehmen:

  1. Lobbyist. Startet mit Säcken voller Geld und muss versuchen, dieses Geld möglichst gewinnbringend an Politiker zu verteilen, um sie von seinen hirnlosen Projekten zu überzeugen.
  2. Politiker. Startet mit relativ wenig Geld und muss versuchen, durch das Unterstützen von hirnlosen Projekten möglichst viel Geld einzusammeln, um damit Wahlkampf und Intrigen gegen andere Politiker zu finanzieren.
  3. Bürger. Startet mit noch weniger Geld und muss versuchen, Politiker durch Schreiben von Beiträgen in diversen Foren davon zu überzeugen, sein Geld nicht für hirnlose Projekte auszugeben.

Wie z.B. die Viertelmillion für dieses Spielzeug.

Seltsame Erde

Posted in Wirtschaft, Wissenschaft with tags on 23. Oktober 2010 by arnarscho

BDI-Chef Schnappauf (CSU), bisher eher als Vertreter der reinen Marktwirtschaft und für Gammelfleisch bekannt, wird plötzlich Kommunist und fordert ein weltweites Konzept, aber nur für Stoffe, die wir selber nicht haben: die sogenannten Seltenen Erden. Die kommen nämlich zu 97% aus China, von den Kommunisten, die als Monopolisten an diesen raren Rohstoffen ihrerseits die Marktwirtschaft entdeckt haben: wenn man das Angebot verknappt, kann man die Preise in ungeahnte Höhen treiben.

Damit verhindern sie außerdem, dass diese zukunftsträchtigen Elemente innerhalb der nächsten paar Jahre komplett für Handys und Flachbildschirme verbraucht werden.
Das nennt man dann wiederum Planwirtschft, die bei Genosse Schnappauf allerdings für heftigen Schluckauf sorgt, weil sein Konzept vorsieht, alle Rohstoffe, die ihm nicht gehören, möglichst schnell und renditestark in Geld umzuwandeln, solange er noch lebt.

Wenn Unrecht zu Recht wird

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , on 20. Oktober 2010 by arnarscho

Dann ist Widerstand gegen die Staatsgewalt rechtens. Diesen Schluss hat auch die Staatsanwaltschaft Stuttgart gezogen und hält es deshalb nicht für nötig, gegen den vermummten Pfeffersprayer zu ermitteln, der auf dem „Beweisvideo“ zu sehen ist und angeblich für die ganze Eskalation in Stuttgart verantwortlich war.

Mit der abenteuerlichen Begründung:

Wir haben das Video geprüft. Dass es sich dabei um einen Polizisten handeln könnte, ist eine haltlose Vermutung.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt also nur noch gegen Polizisten. Sie will sich später nämlich nicht nachsagen lassen, sie hätte nichts gegen den Unrechststaat getan, wie es sich unsere Eltern und Großeltern haben anhören müssen.

Bedarf es noch eines Beweises?
Dann möchte ich meine werten Leser bitten, sich versuchen zu erinnern, wie lange es her ist, dass die Staatsanwaltschaft nicht mehr gegen den schwarzen Block vorgegangen ist.
Kleine Hilfestellung: damals war er noch braun.

Noch ein Beweis?
Zumindest die BILD hätte aufklären müssen:

Darf dieser Täter frei herumlaufen?

Stuttgart. Jetzt ist es raus! Immer mehr Grüne und Linke unterwandern die Justiz. Brutale Randalierer (Stasi-Spitzel?) werden nicht mehr verfolgt. Haben wir bald DDR-Verhältnisse?