Es gibt kein Bier für Hartz 4

Viel Feind, viel Ehr, muss sich Super-Uschi wohl gedacht haben, als sie beschloss, den Hartzlern Basisgeldberechtigten kurzerhand Alkohol und Tabak zu streichen und sie damit faktisch ihrer Lebensgrundlage zu berauben.
Ist nicht nur viel gesünder, sondern hat auch den praktischen Nebeneffekt, dass dann mehr Geld für gesunde Lebensmittel, Bildung und Kultur bleibt. Die gesellschaftliche Teilhabe, die das Bundesverfassungsgericht eingefordert hatte.
Na bitte, und alles ohne die Sätze wesentlich zu erhöhen.

Schluss mit dem Klischee vom Hartzler, der, weil er sein letztes Hemd versoffen hat, im Unterhemd mit der Pulle in der Hand vorm überquellenden Aschenbecher auf dem Sofa hängt und Prekariatsfernsehen glotzt.
Denn der Basisgeldberechtigte ist ein aufgeklärter Bürger, der im Designerhemd aus ökologisch und sozial verträglicher Fertigung am PC sitzt und sich im Internet, das ihm jetzt immerhin ja zusteht, informiert.

Uschi würde sich übrigens ganz schön wundern, wenn die tatsächlich alle aufhörten zu saufen und stattdessen auf die Straße gingen.

Aber wir lösen unsere sozialen Probleme ja anders: wir plündern die Gesellschaft, um das Geld den Millionären reinzuschieben. Die haben sich durch die Finanzkrise und die anschließenden Rettungsbillionen nämlich ganz schön vermehrt.
Wenn wir diesen Trend ausnutzen, vermehren sich die Millionäre stärker als der Rest der Bevölkerung und in ein paar Jahren haben wir nur noch Millionäre in Deutschland. Von wegen, Deutschland schafft sich ab.

Einen Champagner, bitte!

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5 Antworten to “Es gibt kein Bier für Hartz 4”

  1. nun sollte der basisgeldberichtigte aber auch damit rechnen, das mit rückzahlungen an den staat zu rechnen ist da ja schon einiges versoffen und verraucht wurde und dies ihm eigentlich garnicht zusteht. rein rechnerich kämme ich auf ca. 7,89 millarden € aus den überzahlungen im zeitraum 2000 – 2009. da ist doch bestimmt noch mal was an boni drin für unsere bänker. aber auch zu bedenken ist natürlich nun eine behörde die unerlaubte schnapsbrennereien und tabakplantagen eindämmt da mit solchen gesetzesübergriffen der basisgeldberechtigten zu rechnen ist. auch mit kartoffeldiebstahl ist zunehmend zu rechnen, denn alles womit man alkohol brennen kann ja dann genutzt wird. also leute, baut eure zäune höher. über eine gesteigerte kleinkriminalität würde ich mich nun nicht mehr wunder. ursula du bist so arm.

  2. HarHar, danke fürs Gespräch.

  3. Stimmt, an die Rückzahlungen hatte ich noch gar nicht gedacht. Könnte man ja einfach dadurch lösen, dass man allen Langzeitarbeitslosen die Zahlungen für mehrere Monate komplett streicht.
    Und das mit der zunehmenden Kriminalität kriegen wir durch zunehmende Überwachungsgesetze auch in den Griff. Das schafft auch sinnvolle Arbeitsplätze.

  4. Entschieden ist sowieso noch gar nichts. I- jemand wird wieder vorm BVG klagen und dann geht alles wieder von vorne los.
    EIn natürlicher Kreislauf quasi.

  5. Na gut, Alkohol ist ja nicht wirklich überlebenswichtig. Man muss eben auf Genussmittel verzichten, wenn man am Existenzminimum lebt. Der Bund sollte jedoch den Hartz 4 Empfängern Unterstützung bieten, wenn sie das Rauchen aufgeben möchten.

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