Wenn Millionäre betteln müssen

Ein vernichtenderes Urteil über das „sozial ausgewogene“ Sparpaket kann es ja wohl kaum geben: immer mehr Millionäre und Milliardäre in Deutschland melden sich zu Wort und betteln drum, mehr Steuern zahlen zu dürfen, aber die Regierung lässt sie nicht. Hat man sowas schon erlebt?

Jetzt sogar auch Prominente, wie Herbert Grönemeyer und Marius Müller-Westernhagen.
Wobei ich Westernhagen in einem Punkt nicht zustimme: er meint, eine Vermögenssteuer sei unlogisch, weil das Vermögen aus bereits versteuertem Einkommen zustande käme.
Das stimmt nur sehr bedingt.

Jeder weiß doch, dass man durch ehrliche Arbeit nicht wirklich reich werden kann. Wer morgens aufsteht und den ganzen Tag hart arbeitet, bringts nie zum Millionär, weil er die Hälfte seines Gehalts an Steuern und Sozialabgaben berappen muss.
Richtig reich werden kann man nur mit Kapitalgeschäften, für die keine wirkliche Arbeit nötig ist, und die deshalb auch nur mit 25% besteuert werden.
Deshalb ist die Vermögenssteuer schon gerechtfertigt.

Auch Thomas Fricke, Chefökonom der FTD, also garantiert kein Linker, fordert neue Denkmuster.

Er beruft sich auf eine Studie, die tatsächlich festgestellt hat, dass die Lebensqualität in Ländern mit krassen sozialen Unterschieden geringer ist, als in sozial ausgewogenen Ländern.

Das gilt auch für das obere Viertel der Gesellschaft.
Und deshalb müssen sie jetzt betteln gehen, für höhere Steuern und ein besseres Leben.

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