Archiv für März, 2010

WTF?!

Posted in Gesellschaft, Wirtschaft with tags on 31. März 2010 by arnarscho

Freunde des gepflegten Pilses, aufgepasst: jetzt kommt Fucking Hell.
Das ist nicht etwa schlechtes Englisch, sondern gutes Deutsch!

Fucking Hell ist der neu eingetragene deutsche Markenname für ein helles Bier aus dem österreichischen Dörfchen Fucking.
Dort gibt es zwar keine Brauerei, und die einzige Touristenattraktion – das Ortsschild – wird ständig geklaut, aber

die bayrischen Städte Kissing und Petting haben das gleiche Problem, ebenso die ostdeutsche Stadt Pissen. Aber bisher gibt es keine Pläne, ein Bier nach ihnen zu benennen.

Merkules besiegt den Eulymp

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , , on 25. März 2010 by arnarscho

Was auf den ersten Blick wieder wie typisch deutsche brachiale Gewalt aussieht, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als geschickte Strategie unserer soliden deutschen Hausfrau.

Keine Finanzzusagen für Griechenland setzt den Euro weiter unter Druck. Schon jetzt feiert er historische Tiefststände.
Das ist klassische Abwertungspolitik und somit gut für die Griechen. Das müssten sie nur mal kapieren.
Durch die Talfahrt des Euro werden griechische Produkte in den Nicht-Euro-Ländern billiger und konkurrenzfähiger.

Und was gut ist für die Griechen, ist auch gut für uns. Wir müssen uns nämlich auch um neue Märkte kümmern. Wenn Griechenland und die anderen PIIGS-Staaten demnächst wegbrechen, brauchen sogar wir einen niedrigen Euro, um unsere Produkte sonstwo verhökern zu können.

Es dreht sich dabei weniger um teure deutsche Maschinen, die zu jedem Preis gekauft werden, weil es sie in dieser Qualität sonstwo nirgends gibt, sondern eher um die Produkte des Niedriglohnsektors. Den wiederum müssen wir langfristig – dank unserer ausgeklügelten Bildungspolitik – ausbauen, um überleben zu können.

Nur so kann man es verstehen, dass wir es als (gefühlte) Weltwährung zulassen, dass jetzt der IWF ein so kleines Land wie Griechenland retten soll.
Zu einem teuren Preis, weil damit die Amis in unserer Wirtschaftspolitik mitreden können, garantiert nicht zu unseren Gunsten.

„Noch so ein Sieg, und wir sind verloren“, soll damals Phyrrus gesagt haben.

[Nachtrag]
Jetzt hat ja Merkules mit ihrer Blockadehaltung tatsächlich ihr Ziel erreicht: der Eurokurs bleibt trotz Finanzzusagen niedrig, weil das Vertrauen in den Euroraum aufgrund des politischen Hickhacks gesunken ist. Das macht zwar Öl etwas teurer – was wiederum gut ist für die Umwelt -, freut aber die Exportwirtschaft.
Dass wir im Notfall dann doch zahlen – durch das Einschalten des IWF halt ein bisschen weniger -, hat sie vor dem Wähler geschickt kaschiert.

Bundestag verfassungsfeindlich?

Posted in Politik with tags , on 23. März 2010 by arnarscho

Diese Frage muss sich wohl auch der Verfassungsschutz gestellt haben.

Um der Frage nachzugehen, wo denn eigentlich die ganzen verfassungsfeindlichen Gesetze herkommen, hatten sie deshalb einen V-Mann in den Bundestag eingeschleust.
Anscheinend ist aber kein Lobby-Vertreter mit verfassungsfeindlichen Wünschen und entsprechendem Geldköfferchen bei ihm vorstellig geworden. Als Referent eines sächsischen SPD-Abgeordneten war er einfach zu unbedeutend.

Deshalb kam nicht genug belastendes Material für einen Verbotsantrag des Bundestags zusammen und die Aktion wurde abgeblasen, als Schäuble Innenminister wurde.
Mit ihm hatten sie ja einen viel besseren V-Mann, der sich zudem auch mit Geldköfferchen auskennt.

Wenig Öl für viel Blut

Posted in Politik with tags , on 23. März 2010 by arnarscho

Diese Rechnung der drei dümmsten Strategen der Welt (Bush, Cheney, Rumsfeld) ist anscheinend nicht aufgegangen: mal eben schnell den Irak überfallen und das Öl absaugen. Jetzt schnappen sich stattdessen die Chinesen das Öl, weil die Amis nicht mehr so beliebt sind im Land.
Die New York Times tobt:

Wir opfern unser Blut, und die Chinesen bekommen die Vorteile.

Ja, glauben die bei der NYT schon nicht mal mehr an ihre eigene Propaganda?
Es ging doch bei diesem Krieg nicht um Öl, sondern um weltbedrohende Massenvernichtungswaffen, um Demokratie und Menschenrechte. Das Ziel wurde doch erreicht, was gibt es denn jetzt noch zu meckern?

Umso schlechter sieht es da natürlich für den Iran aus. Die haben sogar Atombomben! Und um Demokratie und Menschenrechte ist es dort ja auch nicht so gut bestellt.

Fehlt nur noch ein inszenierter Terroranschlag, sagen wir mal gegen Israel, um die richtige Stimmung für den nächsten Kreuzzug zu schaffen.

Alle dürfen gegen Rechts demonstrieren

Posted in Gesellschaft, Politik with tags , on 22. März 2010 by arnarscho

Nur nicht die Linken – die stinken.
Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt.

Gitarrenkurs mit Kaki King

Posted in Musik on 21. März 2010 by arnarscho

Eine Frau, die richtig Gitarre spielen kann?
Hätte ich nicht diesen Artikel in der Zeit gelesen und die Muse gefunden, das „Play“-Knöpfchen zu drücken, würde ich jetzt keine kennen.

Danach musste ich aber doch mal bei YouTube nachschauen und habe das hier gefunden:

Gitarrenkurs Teil 1: Auf die richtige Grifftechnik kommt es an.

http://www.youtube.com/watch?v=shYdqbJgQdc

Hirtenbrief vom Antichristen

Posted in Gesellschaft, Religion with tags , on 21. März 2010 by arnarscho

Ratze hätte lieber die Fratze gehalten, als dieses Gestammel loszulassen.

Gläubige Katholiken ahnen es schon: sie sollten jetzt lieber nicht weiterlesen, oder vorher aus der Kirche austreten. Als guter Christ braucht man nämlich keine Kirche, Jesus hat damals auch den Tempel geräumt.
Und das würde er heut wieder machen und den Heiligen Stuhl samt Inhalt in die Tonne treten!

Aber ich Ungläubiger soll auf die Empfindungen der Gläubigen Rücksicht nehmen? Auf welchen zarten Gefühlen kann ich denn noch herumtrampeln, was ist denn noch grausamer als die katholische Kirche?

Ratze:

… und eine fehlgeleitete Sorge für den Ruf der Kirche und die Vermeidung von Skandalen, die zum Versagen in der Anwendung bestehender kanonischer Strafen und im Schutz der Würde jeder Person geführt hat.

Dieser gewundene Satz ist alles, was er zu jahrzehntelanger Vertuschung, an der er selber beteiligt war, zu sagen hat. Und dann noch:

Es muss dringend gehandelt werden…

Es hätte gehandelt werden müssen, Ratze, damals, als du noch Inquisition warst.
Und geradezu zynisch sind seine Worte an die Kinder und Jugendlichen:

Er liebt Euch und er hat sich am Kreuz für Euch hingegeben. Sucht eine persönliche Beziehung zu ihm in der Gemeinschaft der Kirche, denn er wird nie Euer Vertrauen missbrauchen!

Ratze, in den Himmel kommst du so nicht!