Ein Esel namens Guido

Während das karnevalistische Treiben der Regierungsparteien seinem Höhepunkt entgegenstrebt – wir dürfen uns schon jetzt auf die traditionell deftigen Aschermittwochsreden freuen -, macht sich mein alter Weggefährte Heiner Geißler („keiner geißelt feiner“) Gedanken um die passende Kostümierung:

„Die spätrömische Dekadenz bestand darin, dass die Reichen nach ihren Fressgelagen sich in Eselsmilch gebadet haben und der Kaiser Caligula einen Esel zum Konsul ernannt hat“, sagte er. Insofern stimme Westerwelles Vergleich: Vor 100 Tagen sei „ein Esel Bundesaußenminister geworden“.

Wie’s aussieht, hat er in Geschichte besser aufgepasst als Guido.

Aber weil jetzt alle auf Westerwelle herumhacken, sieht sich Arnos Schwatzer Block, der Rächer der Geächteten und politisch Verfolgten, genötigt, für ein bisschen Objektivität in der Diskussion zu sorgen.

Eigentlich hat Westerwelle doch recht, wenn er sagt:

Wer arbeitet, muss mehr haben als derjenige, der nicht arbeitet.

Der Meinung bin ich auch. Und der kann man auch schwer widersprechen, außer, die Arbeit bietet einen Zusatznutzen, im Stil von: „Arbeit macht frei.“ Frei von Kürzungen bei Hartz-IV.

Die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen dürften nicht länger „die Melkkühe der Gesellschaft“ sein.

Richtig, die Millionäre sollen auch mal zahlen, statt immer nur ihr überflüssiges Geld in die Schweiz zu schaffen.

Es scheine in Deutschland „nur noch Bezieher von Steuergeld zu geben, aber niemanden, der das alles erarbeitet.“

Politiker und die vielen gutbezahlten Pöstchen, die gerade auch die FDP nach der Regierungsübernahme geschaffen hat, sind eindeutig Bezieher von Steuergeld. Weg damit!

Wer arbeitet, darf nicht mehr und mehr zum Deppen der Nation gemacht werden.

Deshalb mehr Rechte für Arbeitnehmer.

Er sei zutiefst besorgt über die „Leichtfertigkeit im Umgang mit dem Leistungsgedanken“, so der Außenminister.

Genau. Die Frage, ob ein Bankmanager wirklich tausendmal mehr leistet als eine Krankenschwester, und wenn ja, für wen, sollte mal gestellt werden.

Die Missachtung der Mitte hat System, und sie ist brandgefährlich.

Das System nennt sich Turbokapitalismus und ist wirklich brandgefährlich.

Ich spreche die Sprache, die verstanden wird.

Ja, wir haben verstanden.

Einen Nachschlag haben wir auch noch:

Es ist völlig unbestritten, dass eine deutlich sichtbare Minderheit das bestehende System ausnutzt.

Unbestritten, diese Minderheit haben wir in den beiden letzten Jahren deutlich wahrgenommen. Jeder einzelne von denen hat ungefähr soviel Geld verschlungen, wie alle Hartz-IV-Empfänger zusammen.

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Eine Antwort to “Ein Esel namens Guido”

  1. ja, wie immer hast du verstanden nur leider gibst so viel die kennen sich nur mit bohlen oder son scheiß aus und kreuzen mediengesteuert immer wieder das falsche kästchen beim wählen an. und da kommt dann eben so ein gw als bundesausenminister zu stande. wann werde ich endlich abgeschoben.

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