Müllmann wichtiger als Ackermann

Was wir immer schon geahnt haben, ist jetzt durch eine Studie der New Economics Foundation belegt: ein Jahr ohne Investment-Bankster kann man aushalten, ein Jahr ohne Müllabfuhr wird schon schwieriger.

Die Ökonomen verglichen die Höhe der Gehälter mit dem gesellschaftlichen Nutzen, bzw. Schaden:

So liege das Verhältnis zwischen Einkommen und gesellschaftlicher Wertschöpfung bei Müllmännern bei eins zu zwölf. Müllmänner helfen demnach, durch Recycling CO2-Emissionen einzusparen und Rohstoffverbrauch zu verringern.

Ganz anders sieht es dagegen am oberen Ende der Lohnskala aus:

Die hochbezahlten Banker hingegen hätten mit fehlgeschlagenen Spekulationen hohen volkswirtschaftlichen Schaden angerichtet.
[…]
Für jedes Pfund, das die Spitzenbanker verdienen, zahlt die Gesellschaft sieben Pfund drauf.

In der Studie widerlegen sie auch ein anderes Vorurteil, auf dem unser Ackergaul immer so gerne herumreitet: Wenn man die Besten will, muss man auch die besten Gehälter zahlen.
Wieso die Geldgierigsten aber automatisch die Besten sein sollen, hat er bisher nicht erklärt.
Und wie es passieren konnte, dass die „Besten“ sich so verrechnet haben, auch nicht.

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