Wenn Wahlen etwas ändern könnten, wären sie verboten

Das ist richtig!

Richtig ist aber auch, dass Nichtwählen nicht als Protest wahrgenommen wird. Zumindest nicht von den großen Parteien, ganz im Gegenteil: die Nichtwähler sind nach deren Interpretation mit dem System zufrieden und finden sich mit dem Ergebnis ab, das die anderen wählen (weil sich ja eh nichts ändert).

Richtig, solange ändert sich wirklich nichts!

Es gäbe aber gute Gründe, etwas zu ändern:

  • Während weltweit das Informations- und Technologiezeitalter beginnt, sitzt der Bundestag voller Pflaumen, die nicht die geringste Ahnung haben, was um sie herum abläuft. Die sollen aber – bar jeglicher Sachkompetenz, und dazu noch beratungsresistent – über unsere Zukunft entscheiden.
  • Der Bildungsnotstand, der in den Parlamenten vorherrscht, ist eine direkte Folge des allgemeinen Bildungsnotstands, den ich seit meiner Schulzeit persönlich kenne und der seitdem nochmal drastisch zugenommen hat.
    Chancen haben nicht die begabten Kinder, sondern die reichen, egal wie dumm sie sind.
  • Derart unterbelichtete Politiker auf Bierzeltniveau mit einem IQ jenseits der Nachweisgrenze brauchen natürlich Freunde, die ihnen das ganze komplizierte Zeug wahlkampftauglich erklären und auch gleich die passenden Gesetze dazu schreiben.
    Das sind allerdings nicht unbedingt meine Freunde. Und das wissen die auch.
  • Weil das Volk für diese Art von „Demokratie“ gefährlich werden könnte, raten die „Freunde“ deshalb, schon mal vorsorglich umfangreiche Überwachungs- und Zensurmöglichkeiten einzurichten. Um das wahlkampftauglich umzusetzen, schrecken sie auch vor Terror unter Beteiligung der eigenen Geheimdienste nicht zurück.
  • Ich muss mit dieser Politik noch ein paar Jahre leben, habe aber nicht die geringste Lust dazu – auf diese Politik wohlbemerkt.

Deshalb rate ich allen stets nörgelnden Nichtwählern, diesmal wählen zu gehen. Es gibt Protestpotential: einfach keine der XYZ-Parteien wählen. (Das sind die mit drei Großbuchstaben aus diesem Vorrat: CDEFNPRSUV)
Zur Not bei der Zweitstimme die Partei ganz unten ankreuzen.

Und alle denen, die am Wahlsonntag den Arsch nicht hochkriegen und sich lieber vor die Klotze hängen, um sich die Wahlprognosen anzuschauen und dann zu fluchen, empfehle ich das gleiche, was auch ich heute gemacht habe: mit Wahlschein und Perso zur Gemeinde gegangen und gewählt.

[Update]
Wer noch nicht überzeugt ist, kann sich das von Wilfried Schmickler in drastischen Worten erläutern lassen: 98% Wahlbeteiligung wäre ein Schock!
(Gefunden bei twitgeridoo)

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