Rühe bitte!

Ausgerechnet Volker Rühe, Ex-Verteidigungsminister, ist jetzt zum Pazifismus konvertiert und äußert sich zum Afghanistan-Einsatz:

Der Einsatz sei ein „Desaster“, für „die Nato, für Deutschland und für die Soldaten, die am Hindukusch sterben“.

Ob er das als amtierender Verteidigungsminister auch so sehen würde, bezweifle ich allerdings. Wahrscheinlich hätte er sowieso alles viel besser gemacht.

Rühes Empfehlung: „Wir sollten uns dort in den kommenden zwei Jahren mit voller Kraft engagieren und dann den Abzug einleiten.“

Also noch mal voll losballern und dann nichts wie ab?

Der Verteidigungspolitische Sprecher der SPD, Rainer Arnold, gibt zu bedenken:

„Aber diese Dinge lassen sich nicht über Nacht ändern, […] zumal in einem Land mit 70 Prozent Analphabeten“.

Ach so, verstehe, wir beseitigen die Analphabeten durch Wegbomben, aber das dauert, weil es so viele sind?

Ruprecht Polenz (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, hält Rühes Aussagen gleichfalls für wenig hilfreich. Im Gegenteil. „Diese Debatten sind schädlich […]“. Die Taliban beobachteten die Debatten in den Entsendeländern mit großer Aufmerksamkeit.

Weil die Taliban das befehlen, sollen hier keine Debatten geführt werden?

Deshalb: Ruhe bitte!

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