Für die Ewigkeit gelagert

So behauptet jedenfalls ein Schild am Eingang von Asse II.
Nun, man muss immerhin anerkennen, dass die Ewigkeit länger gehalten hat als das tausendjährige Reich.

Wie sorgfältig mit dem hochgefährlichen Strahlenmüll umgegangen wird, zeigt ein Artikel im Tagesspiegel. Demnach

gibt es eine aus dem Jahr 1966 datierte Zusage des Bundesforschungsministeriums an die Siemens AG für die Einlagerung von bis zu 25 Fässern mit stark strahlendem Abfall.

Ob diese Fässer jemals in das Bergwerk gebracht wurden, ist aber ungewiss. Siemens kann sich nicht erinnern. Die gesetzliche Aufbewahrungsfrist für die Akten von damals sei Ende der neunziger Jahre leider abgelaufen, beschied das Unternehmen.

Da kann man als Bürger ja beruhigt sein, dass alles so penibel dokumentiert ist, wie wir das in Deutschland gewohnt sind.

Der Abgeordnete Kurt Herzog spottet, das Atomgesetz schreibe vor, die Einlagerungsdokumente der Lieferanten 30 Jahre aufzubewahren, aber der Müll solle eine Million Jahre sicher eingeschlossen bleiben.

Wenn man von den Unternehmen ersthaft forderte, die Dokumente eine Million Jahre aufzubewahren, würde man für nicht mehr ganz dicht im Kopf erklärt werden.

Aber Atommüll lässt sich ja anscheinend einfacher handhaben als Dokumente, wie wir uns hier überzeugen können:

Sorgfältigster Umgang mit dem Atommüll unbekannter Herkunft ist garantiert

Sorgfältigster Umgang mit dem Atommüll unbekannter Herkunft ist garantiert

Um uns vollends zu vergewissern, dass auch alles auf dem neusten Stand der Technik ist, werfen wir noch kurz einen Blick auf die elektrische Anlage:

Verteilerkasten: ob der noch 1 Million Jahre hält?

Verteilerkasten: gefühlte eine Million Jahre alt, aber ob der noch eine Million Jahre hält?

Eins ist sicher: selbst Terroristen könnten hier nicht mehr viel anrichten!

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